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Wie wäre es, das (teilweise) zu streichen? - Ernst Willun - 17.04.2012

Zitat:7. Bei öffentlicher Abstimmung ist bei der Stimmabgabe das abstimmende Mitgliedsland anzugeben. Editierte oder kommentierte Stimmabgaben sind als ungültig zu werten. Bei mehrfacher Stimmabgabe eines Mitgliedslandes werden beide Stimmen ungültig.

Ich sehe offen gesagt den Sinn nicht: Wenn bis zum Ende der Abstimmung (der Zeitstempel sagt es ja klar aus) etwas ediert wird, dann sollte man das doch eigentlich zulassen können. Ansonsten dürften ja die überwiegenden Fälle diejenigen sein, wo jemand auf den falschen Knopf kommt und einen Beitrag irgenwie aus Versehen falsch abschickt. Daß kommentierte Beiträge ungültig werden, mag zwar ersichtlich sein, aber es ist doch im Grunde für den Ausdruck des Wählerwillens völlig unerheblich - naja mir ist es wurscht, aus Versehen macht man es nicht aber vielleicht in Unkenntnis der Regel.

Wie wir am aktuellen Fall der münzbergischen Stimmabgabe sehen, die völlig eindeutig war aber dadurch wohl ungültig ist, ist es in dieser Form eine vollkommen kontraproduktive Regelung.


- Inga van Mauritz - 17.04.2012

Ich erkenne das Bemühen, alle sinnvollen Regeln grundsätzlich in Frage zu stellen... Insbesondere hier, wo eine erwünschte Ja-Stimme ungültig wird. Rolleyes

Mein Gott, man sollte doch erwarten können, daß so eine Stimme ordentlich abgegeben werden kann. Im vorliegenden Fall sehe ich den ersten Versuch aus Münzberg übrigens als unkritisch. Da ist nämlich nur der Post von Veux zitiert und das würde ich - gesunden Menschenverstand anwendend - nicht als Stimmabgabe werten. Der zweite - kommentierte - Versuch ist allerdings ungültig. Hier erwarte ich aber von den Delegierten ein Mindestmaß an Einarbeitung in die GO und das Regelwerk...

Und zur Editierung: Wo gibt es denn bitte so etwas, daß man sich nach Stimmabgabe noch mal umentscheidet. Wir sind hier doch nicht bei "wünsch dir was".

Ich hab den Eindruck, daß hier der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet werden sollen. Und das finde ich alles andere als gut.


- Ernst Willun - 17.04.2012

Zitat:Ich erkenne das Bemühen, alle sinnvollen Regeln grundsätzlich in Frage zu stellen... Insbesondere hier, wo eine erwünschte Ja-Stimme ungültig wird.


Quatsch mit Soße, ich habe diese Position schon früher vertreten und bekundet, zweitens würde eine Änderung ja frühestens nach dieser Abstimmung greifen. Im übrigen werde ich die Abstimmung erneut beantragen, sollte es knapp um diese eine Stimme verfehlt werden. Eine offensichtliche Wahlverfälschung kann nicht im Interesse einer demokratischen Organisation sein.

Zitat:Mein Gott, man sollte doch erwarten können, daß so eine Stimme ordentlich abgegeben werden kann.

Typisches Sollte-hätte-müßte-Geschwafel, um es mal "geradeaus" zu sagen. Daß es nicht so ist zeigen etliche Beispiele hier von Delegierten, die durchaus als gebildete und intelligente Menschen anzusprechen sind.

Zitat:Im vorliegenden Fall sehe ich den ersten Versuch aus Münzberg übrigens als unkritisch.

Unkritisch ist das ganze in der Tat, mit gesundem Menschenverstand sollte ersichtlich sein, was beabsichtigt war. Nach Maßgabe der Vorschrift ist es aber zumindest kommentiert.

Zitat:Da ist nämlich nur der Post von Veux zitiert und das würde ich - gesunden Menschenverstand anwendend - nicht als Stimmabgabe werten. Der zweite - kommentierte - Versuch ist allerdings ungültig. Hier erwarte ich aber von den Delegierten ein Mindestmaß an Einarbeitung in die GO und das Regelwerk...

Daß sie dadurch ungültig wird, ist doch mit Verlaub mehr als albern. Ich weiß, daß es RL in der BR bei Stimmzetteln auch so ist, aber da hat man wenigstens einen Vordruck, bei dem kaum ein falscher Tastendruck genügt und sieht sich kaum genötigt, etwas von Hand zu vermerken. Ansonsten ist es z.B. in Österreich nicht verboten, etwas draufzuschreiben, sofern es nicht den Wahlwillen unkenntlich macht. Und was weiß ich, was man sich da 1949 gedacht hat, als man das so festlegte, vielleicht sollte vermieden werden, daß Nazis und Kommunisten die Würde der jungen BR verunglimpfen...

Zitat:Und zur Editierung: Wo gibt es denn bitte so etwas, daß man sich nach Stimmabgabe noch mal umentscheidet. Wir sind hier doch nicht bei "wünsch dir was".

Polemik ist keine Begründung. So eine Wahl hat ein Zeitfenster und wenn man in einer MN am Ende des Zeitfensters seine Meinung noch mal abändert, ist das völlig legitim. So eine Abstimmung sollte doch den wirklichen Willen erfassen und sonst nichts.

Zitat:Ich hab den Eindruck, daß hier der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet werden sollen. Und das finde ich alles andere als gut.

Welchen Eindruck ich habe, sage ich lieber nicht, sonst komme ich womöglich mit dem 185er in Konflikt. Wink


- Wen Djebau n Djet - 17.04.2012

Du lieber Himmel! Man sollte von einem Delegierten doch erwarten, dass er bei der Stmmabgabe a bisserl aufpasst...ich kontrolliere meine Stimmabgaben eher drei Mal....nö, eine Regelwerksänderung brauchts ned.


- Ernst Willun - 17.04.2012

Nein, das sollte/könnte/mag man sich als Delegierter selbst auferlegen, aber der OIK kann es egal sein. Im übrigen dürfte das das Resultat irgendwelcher Tastenkombinationen sein.

Ich sehe überhaupt nicht ein, warum ich in ständiger Furcht, irgendeinen Tippfehler zu machen, das "Stimmlokal" betreten sollte. Anstatt unverkrampft, wie das in einer freiheitlichen Einrichtung eigentlich der Fall sein sollte.

Zitat:ich kontrolliere meine Stimmabgaben eher drei Mal....

Und diese "Leistung" soll sich jetzt wohl lohnen? Ach Du lieber Gott..

PS: Ich meine übrigens, auch noch nie ungültig gestimmt zu haben.


- Ernst Willun - 17.04.2012

Übrigesn hier: "Die 13 gültigen..."

Nee, Chilavert hat ediert, also bloß 12. Wurde aber nicht bemerkt.


- Lady Enigma - 17.04.2012

Umentscheiden? Zeitfenster? Wenn ich RL wählen gehe, gibt es da auch ein Zeitfenster. Nur, wenn mir nach dem Einwurf des Stimmzettels in die Urne einfällt daß ich was falsch gemacht habe, wird auch keiner das Ding nochmal rausfischen. Von daher sollte eigentlich bei Wahlen hier nach vielleicht fünf Minuten editieren nicht möglich sein, wenn das geht.


- Ernst Willun - 17.04.2012

Welches Argument gibt es eigentlich dagegen, sich nochmal umzuentscheiden und warum sollte man die Analogie zum RL überhaupt bilden? Die Wahlen hier sind nicht geheim und es müssen keine Stimmzettel gefischt werden. Es gibt RL aber auch "Wahlen" bei denen man sich mitunter rechtzeitig noch mal umentscheiden kann und sei es nur, ob man lieber Linsensuppe oder Schnitzel auf dem Betriebsausflug essen möchte.

Wahlen dienen lediglich der Ermittlung von Meinungen und sollten nicht grundlos nebenbei noch abbprüfen, ob jemand für das Wählen auch "qualifiziert" ist.

Aber letztlich geht es ja weniger darum, ob man sich noch mal umentscheiden sollen dürfte, sondern, ob kleinste Fauxpas zum Ungültigwerden der Stimme führen sollten.


- Bianca Böhm - 17.04.2012

Es geht darum, dass man nicht dauernd neu (und vielleicht willkürlich) entscheiden muss (kann), welche Stimmabgabe gültig und welche ungültig ist. Daher sind schlichtweg alle kommentierte Stimmabgaben gültig. Das erleichtert die Entscheidung ungemein.

Das natürlich in diesem einen speziellen Fall der Kommentar als unkritisch in Bezug auf die Wahlentscheidung anderer ist, lassen wir mal dahin gestellt. Es geht, wie immer, ums Prinzip und, schlichtweg gesagt, um die Einhaltung von Regeln an die das Direktorium gebunden ist.

Und wie immer steht hier die Möglichkeit diese Regel zu ändern, offen. Wink


- Kaiser Veuxin II. - 17.04.2012

Wie wäre denn allgemein die Stimmung angesichts des Vorschlages, Wahlen und/oder Abstimmungen auf ein Wahltool auszulagern?