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[Diskussion] Änderung des Kartenregelwerks
#1
Zitat:§6 Gebietsveränderungen
1. Eine Gebietsveränderung ist nur auf freien oder eigenen Flächen zulässig. Weiterhin gilt §7.
2. Eine Gebietsveränderung ist nur dort zulässig, wo mindestens 1 Staat ein Vetorecht besitzt.
3. Ausgenommen von § 6 Abs. 2 sind Anträge auf Gebietsverkleinerungen. Sie sind auch dort zulässig, wo kein Staat ein Vetorecht besitzt. Das Vetorecht des Direktoriums nach § 7 bleibt unberührt.
4. Eine Gebietsveränderung kann nicht erfolgen, wenn ein gültiges Veto vorliegt.
5. Eine Gebietserweiterung in gesperrte Planquadrate ist nicht gültig.
6. Ein Gebietsveränderung eines Staatsgebietes ist nur alle zwölf Monate einmal zulässig. Eine Erweiterung in den ersten sechs Monaten ist ebenfalls nicht zulässig.
Hiervon unberührt bleiben Zusammenschlüsse von Staatsgebieten nach §5 Absatz 2.

Der Dlegierter Gran novaras beantragte eine Aussprache zu obriger Änderung des Kartenregelwerks und hat nun das Wort zur Antragsbegründung.
#2
Vielen Dank Signore Bailey.

Meine Damen und Herren,
die Intention dieser Änderung sollte klar sein. Ich werbe für eine Regelung, welche den Staaten Gebietserweiterungen madig macht und ein nachhaltiges Bewußtsein für diesen Vorgang schafft. Grund hierfür ist mein Gefühl, dass diese Erweiterungen immer mehr äußerst inflationär beantragt werden, ohne dass sich daraus ein Vorteil für die Struktur und Ausgestaltung unserer Karte ergibt, im Gegenteil. Ich unterstelle, dass 90% der eingetragenden Staaten (Gran Novara selbstverständlich inklusive) nichteinmal ihre ursprüngliche Fläche halbwegs ausgestaltet haben und weder Bedarf noch Ressourcen für weitere Flächen haben.

Die letzten Erweiterungen stehen fast ausschließlich in keinem Verhältnis zur eigentlichen Intention, nämlich die, dass die Welt bereichert wird und die Vielfalt gesteigert wird. Erweiterungen, oftmals als Kolonien aussimuliert, sind tote Flächen mit Namenssignatur. Leider entschwindet in den Mns immer mehr der Anspruch auf Kontinuität und ein nationales Gesamtkonzept. Man wird leicht feststellen, dass etablierte und aktive Staaten kaum Bedürfnis nach Erweiterungen zeigen, Staaten allerdings, welche Aktivitätsschwierigkeiten haben oder in sich teilweise nicht schlüssig sind, umsomehr. Fehlende Aktivität kann man mit einer größeren Fläche nicht kompensieren, eine größere Fläche macht Staaten schwammig und bindet Ressourcen, welche man vielleicht dringender für das Kernland benötigt.

Es gibt vielleicht 3 Situationen, welche eine Erweiterung rechtfertigen:

1. Kolonisation
Bei manchen Staaten vielleicht sogar zwingend konzeptionell erforderlich. Aber sicher nicht sechs mal im Jahr.

2. Krieg und Eroberung
Kann ich durchaus verstehen und nachvollziehen. Leider gibt es de facto keine schlüssige Konfliktsimulation und beschränkt sich dann höchstens auf Gebietszusammenschlüsse, welche von dieser Neuregelung allerdings nicht tangiert werden. Gegen eine "weiße Fläche" Krieg zu führen, setzt voraus dass eine Eroberung simuliert wird. Und dazu kann man sich ja durchaus auch etwas Zeit lassen.

3. Änderung des Simulationskonzeptes
Kommt vor und ist sicher auch ein Mittel einen interessanten Staat vor dem Ende zu bewahren. Nur ist die Frage, ob es hier unbedingt einer Flächenerweiterung bedarf. Und erstens wäre es ohnehin bedenklich, wenn mehrmals im Jahr ein komplettes Simulationskonzept geändert würde. Zweitens bliebe die Frage ob es Sinn macht aus - beispielsweise - aus einem schottischen Hochland ein britisches Commonwealth zu basteln. Da wäre eine komplette Neueintragung sicher sinnvoller und besonders gegenüber den Nachbarn und übrigen Mitgliedsnationen bedeutend fairer.


Ich bin mir darüber bewußt, dass mein Vorschlag sicher nicht bei allen auf Gegenliebe stößt und sich einige angesprochen fühlen werden.
Ich möchte keinesfalls Einzelfälle diskutieren oder Mns dekradieren. Ich möchte aber eine Diskussion darüber führen, ob wir inflationäre Gebietserweiterungen brauchen und ob wir vielleicht geosimulatorisch eher eine Tiefenwirkung, als eine Breitenwirkung brauchen.
Vielen Dank.
#3
Halte ich für unnötig, es hat bisher keinen Missbrauch gegeben, der es rechtfertigt hier weitere Grenzen in die Simulation anderer Staaten zu setzen.
#4
Ich stimme dem weder zu noch lehne ich es ab. Vielleicht sollte man die Zeit einfach etwas verkürzen und nicht so hoch ansetzen.
#5
Gibt es denn konkrete Hinweise auf einen Missbrauch der bisherigen Regelungen?
#6
Zitat:Original von Friedrich Alexander
Halte ich für unnötig, es hat bisher keinen Missbrauch gegeben, der es rechtfertigt hier weitere Grenzen in die Simulation anderer Staaten zu setzen.

Ja, man kann es vielleicht als Eingriff in die Simulationsfreiheit deuten. Für mich hat die OIK allerdings nicht nur die Simulationsfreiheit der Staaten zu schützen, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Karte geosimulatorisch schlüssig und fair für alle bleibt.

Und ihre Beurteilung, dass es bisher keinen "Missbrauch" (ich will es eigentlich gar nicht so nennen) gab, ist leider nur subjektiv. Ich halte gewisse Vorgänge - vor allem in jüngster Vergangenheit - durchaus für diskussionswürdig.

Zitat:Original von Alexander Botan
Ich stimme dem weder zu noch lehne ich es ab. Vielleicht sollte man die Zeit einfach etwas verkürzen und nicht so hoch ansetzen.

Den Zeitraum kann man gerne nochmal diskutieren. Auch eine Erweiterung auf 6 Monate halte ich schon für einen Fortschritt.
#7
Ich stimme dem werten Delegierten aus Gran Novara zu, die momentane Entwicklung weist bald darauf hin, dass es mehr Erweiterungsgebiete als neue Staaten gibt. Und da kein Staat vlt. bald auf der ganzen OIK-Welt einen Staat verhindern weil er überall Vetorecht hat (im extremsten Fall den es noch nicht gibt).
#8
Mitunter kann man den Gebietserweiterungen sogar (simoff) eine Art haben-wollen-Mentalität unterstellen, die mich auch etwas stört, allerdings kann man solche Erweiterungen einer Simulation die sich an die europäischen Monarchien des ausgehenden 19., bzw. beginnenden 20. Jahrhunderts anlehnen simulatorisch nicht verübeln, genausowenig, wenn jemand jetzt nach der Maßstabsfestlegung merkt, daß ihm sein Staatsgebiet zu klein ist.

Letztlich spreche ich mich für eine Verschärfung aus, man könnte zum Beispiel eine Art Kolonialstatus mit eigener Inaktivitätsregelung schaffen. Wird eine Kolonie nicht ausreichend simuliert, kann sie auch wieder aberkannt werden.
#9
Zitat:Original von Filippo Volta
Und ihre Beurteilung, dass es bisher keinen "Missbrauch" (ich will es eigentlich gar nicht so nennen) gab, ist leider nur subjektiv. Ich halte gewisse Vorgänge - vor allem in jüngster Vergangenheit - durchaus für diskussionswürdig.
Könnten Sie uns dies vielleicht näher erläutern? Darum bat ich bereits einmal schon.
#10
Zitat:Original von Wernher Graf von Perleburg
Mitunter kann man den Gebietserweiterungen sogar (simoff) eine Art haben-wollen-Mentalität unterstellen, die mich auch etwas stört, allerdings kann man solche Erweiterungen einer Simulation die sich an die europäischen Monarchien des ausgehenden 19., bzw. beginnenden 20. Jahrhunderts anlehnen simulatorisch nicht verübeln, genausowenig, wenn jemand jetzt nach der Maßstabsfestlegung merkt, daß ihm sein Staatsgebiet zu klein ist.

Letztlich spreche ich mich für eine Verschärfung aus, man könnte zum Beispiel eine Art Kolonialstatus mit eigener Inaktivitätsregelung schaffen. Wird eine Kolonie nicht ausreichend simuliert, kann sie auch wieder aberkannt werden.

Diesem Vorschlag könnte ich recht viel abgewinnen.


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