Guten Abend zusammen!
Ich habe mir nicht selber eine Auszeit bis morgen früh genommen, sondern mir wurde in gewisser Weise eine Auszeit erteilt.
Doch hier nun einige Erläuterungen, die meine empfindliche Reaktion und Gereiztheit wohl etwas verständlicher machen (sicher wird sie etwas länger ausfallen, wofür ich mich wegen der ganzen Leserei vorab entschuldigen möchte).
In erster Instanz möchte ich mich bei allen recht herzlich bedanken, die mir eine "Einarbeitszeit" gewähren. Speziell geht der Dank an Attila Saxburger und vermutlich werde ich auf sein Angeobt das ein oder andere Mal zurückgreifen.
Als ich mich für das Amt beworben habe, war ich in einem längeren Urlaub, den ich als Vorbereitung auf Prüfungen verwendet habe. Schliesslich wurde ich in das Amt gewählt, was mich mitunter etwas überrascht hat. Jedenfalls war ich des festen Willens meine angedachten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen. Zwischenzeitlich erhielt ich kurz die Information, dass ich in der Arbeit ein neues Aufgabengebiet übernehmen soll.
Während meines Urlaubs zogen wir in der Arbeit in ein anderes Gebäude. Als ich schliesslich am 23.11. nach 5 Wochen Abwesenheit zurückkam durfte ich mich erstmal um einen einigermassen funktionierenden Arbeitsplatz kümmern. Gleich in der Früh bat mein Chef um ein Gespräch und erklärte mir einige Umstände. Nachdem ich mich dann einigermassen eingerichtet hatte, die "unwichtigsten" der rd. 200 Mails beseitigt habe - um wenigstens Termine bestätigen zu können - suchte mich mein neuer Chef auf. Ich werde ab 01.12. ihm zugeschlüsselt und solle das neue Aufgabengebiet komplett übernhmen, da die Kollegin zum 31.12. gekündigt hat und am 18.12. ihren letzten Arbeitstag hat.
Zu meinem Bedauern musste ich feststellen, dass meine Vertretung keinerlei Arbeiten meiner 5 Wochen Abwesenheit erledigt hat. Also durfte ich das alles nacharbeiten und bereits ab dem nächsten Tag - halbtags - mit der "Einarbeitung" beginnen. Nachdem ich bereits vor meinem Urlaub Hilftätigkeiten für ein anderes Team übernommen habe, damit diese etwas Pufferzeiten für Einarbeitungen (durch weitere Abgänge) hatten. Also war ich kurzerhand in der "glücklichen" Situation, dass ich das Zeug von 5 Wochen nacharbeiten durfte, nebenbei meine laufenden Tätigkeiten bewältige, die Aushilfsarbeiten für das Nachbarteam - welche ca. 2 Stunden Zeitaufwand pro Tag bedeuten - und mich nebenbei in eine neue Aufgabe einarbeiten soll, welche im Normalfall eine 100% Auslastung beinhaltet.
Dementsprechend gross wurde der Druck und nachdem wir alle in einem Bereich tätig sind, der mit der Bilanzerstellung zu tun hat, kann man anhand des Datums die zusätzliche Brisanz und Problematik sicherlich verstehen! Denn seitdem verbringe ich rund 12-13 Stunden täglich im Büro! Nachdem ich die Situation letzte Woche eskalieren liess, wurde ich ein wenig frei geschaufelt. Darum konnte ich heute auch nach 11 Stunden endlich mal das Gebäude verlassen und mich mal wieder um mein Hobby kümmern, das Spass bereiten soll.
Soweit einmal zu den Umständen.
Sicher räume ich auch einige Fehler auf meiner Seite ein. Die GO habe ich ein wenig in den Hinterkopf verbannt, dadurch sind einige Fehlposts entstanden - obwohl diese in der GO klar erwähnt sind (hab sie mir extra ausgedruckt und nun neben den PC gelegt).
Auch habe ich den PIN wegen den Delegiertenrechten usw. komplett verbannt.
Ich wollte einfach nur so schnell als Möglich - in meiner ausgesprochen begrenzten Zeit - die Forderungen erfüllen.
Und wie in dem anderen Thread schon spekuliert wurde, habe ich nichts bewusst aus Absicht getan oder bin doof... Ich bin eben einfach nur "lieb".
Jedoch wer mich länger kennt, weiss genau, dass ich ein Mann bin, der seine Prinzipien hat und auch zu seinem Wort steht!
In dem anderen Thread kam die Aufforderung, dass ich doch einfach zurücktreten soll und man gespannt ist, wann ich unter dem Druck der Amtsvorgängerin zusammenbreche.
Dazu kann ich nur eines sagen: Aufgrund eines möglichen Drucks der OIK werde ich sicherlich nicht zusammenbrechen. Denn ich habe schon mehr und schlimmeres aushalten dürfen / müssen. Zudem zähle ich diese Aufforderung nicht zu den anfangs erwähnten zwei Stimmen.
Denn diese Aufforderung wurde nicht hier geäussert, von daher hat sie in meinen Augen keinerlei Wertung.
Wenn Regeln aufgestellt werden, dann soll man sich an diese halten - auch wenn mir bei den Regeln der GO einige Fehler unterlaufen sind. Doch waren diese in keinster Art und Weise mutwillig. In diesem Fall wegen des Rücktritts habe ich die Regeln definiert und von daher stehe ich auch zu meinem Wort.
Wenn sich bis zu der gesetzten Frist hier zwei Delegierte meinen Rücktritt einfordern, so werde ich von dem Amt zurücktreten.
Erfolgt dies nicht, so besteht weiterhin die Möglichkeit nach Artikel 4 Punkt 7.
Und mit dieser Aktion fordere ich wahrlich niemanden dazu auf, sich zu "outen", in dem er mich los werden will (oder wie es mal genannt wurde).
Sollte dies nicht der Fall sein, so werde ich versuchen, mein Amt nun korrekt auszuüben und das keinerlei Beanstandungen mehr wegen mir auftreten werden.
Viele Grüsse und nochmals sorry für das lange Palaber,
Chun