13.08.2006, 22:03
Nun, werter Herr, unser Land orientiert sich - freilich nicht sklavisch, wie ich bereits erwähnte - an Südtirol, was man unschwer am Nebeneinander der "deutschen" (=cordanischen) und der "ladinischen" (=ascaaronischen) Bevölkerung erkennen kann. Der Einfachheit halber wurde auf eine dritte, sprich "italienische" Volksgruppe verzichtet. Unsere Sprache ist das eng mit der ladinischen Sprache verwandte Rätoromanische ("Rumantsch grischun"), wie ich ja bereits erwähnt hatte. Die Tatsache, dass wir auf Rätoromanisch zurückgreifen anstatt auf Ladinisch, erklärt sich schlicht und ergreifend dadurch, dass uns lediglich ein Rumantsch-grischun-Wörterbuch vorliegt, nicht aber eines der ladinischen Sprache. Wie gesagt sind diese beiden Sprachen aber so eng verwandt, dass dies kein Problem darstellen sollte. Im Zweifelsfall handelt es sich eben um eine ausgestalterische Freiheit, die man uns bestimmt zugesteht. Und schließlich darf ich auf unsere Historie und Mythologie verweisen, die sich deutlich sichtbar an der ladinischen Volkssage orientiert. Die äußerst ländlich und bäuerlich geprägte Kultur rundet das virtuelle Südtirol ab.

