05.11.2006, 22:22
Zitat:Original von Frederic Elskamp
Wenn sich wirklich eine kondtruktive Mehrheit für einen anderen Kandidaten findet - warum nicht?
Weil es immer nur eine relative Mehrheit ist und die sich potenziell häufiger mal hin- und herverschiebt. Deswegen kann aber nicht jedes Mal ein neuer Direktor gewählt werden, weil auch die Kontinuität des Amtes ein Wert für sich ist und im übrigen die - ja einmal vorhandene - Mehrheit ad absurdum geführt wird.
Normalerweise sieht eine Lösung dafür so aus, dass man eine absolute Mehrheit der Mitglieder (d.h., Abstimmungsberechtigten, sozusagen eine "Kanzlermehrheit") erfordert. Das ist aber im OIK-Beirat nicht praktikabel, weil sonst vor so einer Abstimmung immer ein "Roll Call" gemacht werden müsste, also eine Feststellung, wie viele Stimmen der Beirat eigentlich hat (dabei müssten alle Delegiertenrechte geprüft werden etc...).
Hirtes Vorschlag (Abberufung zum Zeitpunkt der späteren Wahl eines Nachfolgers) halte ich auch für bedenkenswert. Dem abzuwählenden Direktor fehlt es zwischenzeitlich nicht an einer Legitimation, denn er ist ja mehrheitlich ins Amt gewählt und der Legitimationsentzug steht erst unter der Bedingung der Wahl eines Nachfolgers.

