09.04.2008, 21:40
Warum bin ich gegen die Kugelform und das Klimazonenmodell?
Zunächst einmal finde ich es prinzipiell zwar in Ordnung, eine gewisse Einigkeit (und nicht Einheitlichkeit!) in der mikronationalen Welt zu fördern. Offenbar wird eine Vereinigung mit anderen Kartenorganisationen zumindest angestrebt. Dies halte ich nicht für richtig, denn es gibt doch scheinbar gute Gründe, warum es unterschiedliche Organisationen dieser Art gibt - wäre dem nicht so, wäre die OIK mehr als genug. Es scheint mir grundsätzliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Kartenorganisationen zu geben - welche, sei jetzt erstmal dahingestellt - die dazu geführt haben, daß es für den einen oder anderen Staat notwendig werden liessen, die OIK zu verlassen oder ihr gar nicht erst beizutreten.
Die angedachte Lösung scheint mir nun in Richtung Kompromiss bezüglich realitätsnäherer Ausgestaltung der OIK-Staaten zu gehen. Zum Beispiel die Einführung eines Klimamodells. Wolfenstein ist seit einiger Zeit subtropisch, entweder kann ich mich nicht mehr dran erinnern, das festgelegt zu haben, oder es wurde festgelegt (kann wirklich sein, daß ich dies vergessen habe). Eine Klimazone für ein ganzes Land ist jedoch zum Beispiel im Fall Wolfenstein zu wenig. Genauer gesagt existiert bei uns mindestens eine Wüste, ein ziemlich fetter Regenwald, im Süden gibts eine Art skandinavisches Klima. Und vermutlich wird sich das auch noch hin und wieder ändern - je nachdem, wie weitersimuliert wird.
Diese Freiheit muss sein. Und deshalb wäre die Festlegung auf nur eine Klimazone der Verzicht auf diverse, auch künftige, Möglichkeiten der Simulation. Warum sollte man sich in dieser Sache ohne Not freiwillig einschränken? Das kann doch höchstens ein Staat tun, der großen Wert auf Realismus legt. Wie ich aber schon an etlichen anderen Stellen festgestellt habe, legen wir keinen sonderlichen Wert auf Realismus, sondern fühlen uns durch immer realistischer werdende Simulatoren immer stärker eingeschränkt. Ich denke auch, daß Wolfenstein da bei weitem nicht das einzige Land ist, in dem so gedacht wird. Ich staune eigentlich sehr, daß diejenigen OIK-Staaten, die an einem Klimamodell und an Realismus interessiert sind, nicht den Weg zu einer dies versprechenden Kartenorganisation finden. Das gibts doch alles schon, sogar eine runde Karte und wohl auch eine mit realistischen Kontinenten.
Alles das, was es aus gutem Grund bei der OIK nicht gibt! Die OIK selbst ist schon ein recht schwer verdaulicher - aber immerhin noch tragbarer - Kompromiss, der, ums mal beim Namen zu nennen, uns zum Beispiel dieses Jahr schon zwei potentielle Nachbarstaaten gekostet (Sylfaen und Saeominen) und uns Wiedergänger des eigentlich vermodert geglaubten Gewürms des Imperialismus in Form beantragter Kolonien beschert hat. Jedoch war die bisherige Möglichkeit, relativ unbehelligt von irgendwelchen Klimazonen, realistischen Kontinenten oder gar realistischen "Erd"formen auf der OIK-Karte zu simulieren, einzigartig. Und ganz offenbar wurde dies ja von verschiedenen Staaten, welchen das Ganze zu - sagen wir mal - unrealistisch war - abgelehnt und es wurden weitere Kartenorganisationen gegründet, die andere Prioritäten setzen.
Wird sich die OIK jedoch auf Kompromisse mit diesen Organisationen einlassen, so bedeutet das ganz einfach, daß diese Staaten, denen die OIK nicht realistisch genug war, sich vorbei an sämtlichen Organen und Mitgliedern der OIK nun doch mit zumindest Teilen ihrer Vorstellungen durchsetzen. Ich halte das für inakzeptabel.
Es sind mir einfach zu viele Sachen, die gefordert werden. Sachen und Dinge, die ureigene Kompetenzen der einzelnen Mikronationen darstellen, sollen von Organisationen verwaltet und begutachtet werden. Als Beispiel möchte ich mal die frühen mikronationalen Karten anführen, da haben sich Staaten, die gut miteinander konnten, hingesetzt und gesagt, wir pappen unsere jeweiligen Karten jetzt zusammen (Albernia, Tir, Wolfenstein). Das lief ohne Vetos, ohne Direktorium und Organe. Zugegeben sind diese Organe teilweise mittlerweile durch die vielen Nationen nötig geworden. Warum aber? Wegen sowas:
"Man sollte aber dann auch zulassen das eine RL-Person auch mehrere Länder vertreten kann. So war das beispielsweise schon mit Gadoa und Caen, beide von mir vertreten." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?threadid=1466 )
und sowas:
"Das ist selbst mir noch nicht passiert und ich könnte hier derzeit 4 Länder vertreten, wenn ich es darauf anlegen wollte." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?t...r=0&page=2 ).
Noch was? Bitteschön:
"Ich darf mal den derzeitigen Fall Ratharia und Veron auflisten. Dort ist der gleiche Admin und er ist auch der Gründer beider Staaten." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?t...r=0&page=2 ).
Das mir angesichts solcher Zustände mal ordentlich der Kragen platzt, ist nicht weiter verwunderlich. Hier eine Regelung zu treffen, würde, denke ich, die Zahl der Nationen, die überhaupt auf der OIK-Karte existieren, ziemlich reduzieren. Ich bin mir aber auch bewusst, daß es in der Frage der Mehrfachidentitäten keine Lösung geben wird, dazu ist das gesamte Terrain schon zu verseucht. Diese Form des Mikronationalismus möchte ich hier am Rande auch mal aufs schärfste anprangern!
Was soll der Quatsch mit den Mehrfachidentitäten? Ich trauere insofern der vormalig auch von Wolfenstein unterzeichneten Lex Unitas nach, die leider durch ihren Schreiberling ad absurdum geführt wurde. Hier mal der Text:
"Lex Unitas
Wir glauben an die unveräußerlichen Grundrechte eines jeden Menschen,
wir bekennen uns zum Rechtstaat, zur Selbstbestimmung der Völker und zum Individuum,
wir stehen im Dienste des Fortschritts, der Freiheit und des Friedens.
Darum respektieren die Völker die folgenden Grundlagen, und verpflichten sich sie zu verwirklichen.
» Der Staat ist in drei Gewalten unterteilt, die Legislative, die Exekutive und die Judikative. Sie kontrollieren sich gegenseitig, und nutzen so uneigennützig die vom Volk verliehene Macht um für Recht und Ordnung zu sorgen.
» Alle Menschen haben kraft Geburt gleiche Rechte und Würde. Damit niemand dies umgeht, ächten die Völker es, mit mehr als einer Person in der mikrostaatlichen Welt aufzutreten, und sie ächten es, in mehr als einem Staat in den drei Gewalten Mitglied zu sein.
Unterzeichnet am 08.08.2000
Freie Republik Tir nA nÒg
Republik Albernia
Volksrepublik Wolfenstein" ( http://www.freie-republik.info/foren/thr...&styleid=2 )
Aber das nur nebenbei, die Situation ist ja nun mal aus dem Ruder gelaufen und vermutlich kaum noch zurückzudrehen. Diese ganze Sache, verbunden mit obigen Zitaten,verursacht aber bei mir (und nicht nur mir) schwere Bedenken, inwieweit vorgeblich demokratische Entscheidungen auch solcher Organisationen wie der OIK wirklich demokratisch oder eben doch im Sinne weniger RL-Personen beeinflusst getroffen worden sind oder noch getroffen werden. Das mag eventuell paranoid erscheinen, ist es aber erfahrungsgemäss nicht. Ich erinnere mich, mit zwei Staaten mit völlig konträren Ansichten verhandelt zu haben, hinter denen ein und dieselbe RL-Person steckte - die auch mit mir als eine Art schizophrenes doppeltes Lottchen verhandelte.
Ihr seht, es ist ein ganzer Komplex von Dingen, der mich opponieren lässt. Und ich muss an dieser Stelle auch noch mal die leidige Monddiskussion ins Rampenlicht zerren, die heute offenbar keinen Menschen mehr interessiert. Was war das Geschrei groß, Beeinflussung der Simulation, Wolfenstein nähme Einfluss auf andere Staaten usw. usf.. Natürlich liegt die Sache beim Mond anders, er wurde bisher noch nicht ernsthaft simuliert. Nur wenn schon etwas noch nicht simuliertes eine derart große Einflussnahme auf die Simulationsfreiheit anderer Staaten bedeutet, wieviel schlimmer ist es dann, wenn auf etwas Einfluss genommen wird, was nicht erst seit gestern, sondern bereits seit Jahren auf bestimmte Art und Weise simuliert wird?
Die OIK gibt es auch nicht erst seit gestern, ihr Vorläufer, das BIK, ging direkt aus den allerersten mikronationalen Kartographieversuchen hervor. Wir haben es hier also mit einer für mikronationale Verhältnisse steinalten Institution zu tun, die sich jungen und anderen Organisationen ähnlicher Art gegenübersieht. Und wenn da jemand Kompromisse eingehen muss, dann ganz bestimmt nicht die OIK, die wenigstens einigermassen die simulatorische Freiheit ihrer Mitglieder garantiert, jedenfalls im Vergleich zu den jungen Organisationen.
Es gibt auch aus meiner Sicht keinen einzigen Grund, von der bisherigen Kartenform abzuweichen. Man muss nur mal überlegen, was passiert, wenn die oben von mir am Rande angeprangerten Dinge so weitergehen. Eine Kugel ist doch in dieser Sache erheblich mieser als ein Viereck. Das Viereck kann man bei weiteren Fluten mikronationaler Staaten recht problemlos vergrößern, was tut man mit einer Kugel? Schafft man die Wasserflächen ab? Pustet man die Kugel auf? Oder hat man aller halben Jahre eine erneute Diskussion über einen neuen Massstab, damit auch alle Dritt- und Viertstaaten draufpassen?
Insgesamt ist doch die OIK-Karte der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die darauf verzeichneten Staaten einigen konnten. Und ich bin der Meinung, das sollte auch so bleiben. Ich sehe die Gefahr, daß die OIK-Karte und auch die OIK selbst zum Werkzeug multipler Realitätsfanatiker gemacht wird, und das lehne ich ab. Das Problem der Überregulierung und der fortschreitenden Organisationitis habe ich noch gar nicht angesprochen, aber ich denke, das würde jetzt zu weit führen.
saludos
Chilavert
Zunächst einmal finde ich es prinzipiell zwar in Ordnung, eine gewisse Einigkeit (und nicht Einheitlichkeit!) in der mikronationalen Welt zu fördern. Offenbar wird eine Vereinigung mit anderen Kartenorganisationen zumindest angestrebt. Dies halte ich nicht für richtig, denn es gibt doch scheinbar gute Gründe, warum es unterschiedliche Organisationen dieser Art gibt - wäre dem nicht so, wäre die OIK mehr als genug. Es scheint mir grundsätzliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Kartenorganisationen zu geben - welche, sei jetzt erstmal dahingestellt - die dazu geführt haben, daß es für den einen oder anderen Staat notwendig werden liessen, die OIK zu verlassen oder ihr gar nicht erst beizutreten.
Die angedachte Lösung scheint mir nun in Richtung Kompromiss bezüglich realitätsnäherer Ausgestaltung der OIK-Staaten zu gehen. Zum Beispiel die Einführung eines Klimamodells. Wolfenstein ist seit einiger Zeit subtropisch, entweder kann ich mich nicht mehr dran erinnern, das festgelegt zu haben, oder es wurde festgelegt (kann wirklich sein, daß ich dies vergessen habe). Eine Klimazone für ein ganzes Land ist jedoch zum Beispiel im Fall Wolfenstein zu wenig. Genauer gesagt existiert bei uns mindestens eine Wüste, ein ziemlich fetter Regenwald, im Süden gibts eine Art skandinavisches Klima. Und vermutlich wird sich das auch noch hin und wieder ändern - je nachdem, wie weitersimuliert wird.
Diese Freiheit muss sein. Und deshalb wäre die Festlegung auf nur eine Klimazone der Verzicht auf diverse, auch künftige, Möglichkeiten der Simulation. Warum sollte man sich in dieser Sache ohne Not freiwillig einschränken? Das kann doch höchstens ein Staat tun, der großen Wert auf Realismus legt. Wie ich aber schon an etlichen anderen Stellen festgestellt habe, legen wir keinen sonderlichen Wert auf Realismus, sondern fühlen uns durch immer realistischer werdende Simulatoren immer stärker eingeschränkt. Ich denke auch, daß Wolfenstein da bei weitem nicht das einzige Land ist, in dem so gedacht wird. Ich staune eigentlich sehr, daß diejenigen OIK-Staaten, die an einem Klimamodell und an Realismus interessiert sind, nicht den Weg zu einer dies versprechenden Kartenorganisation finden. Das gibts doch alles schon, sogar eine runde Karte und wohl auch eine mit realistischen Kontinenten.
Alles das, was es aus gutem Grund bei der OIK nicht gibt! Die OIK selbst ist schon ein recht schwer verdaulicher - aber immerhin noch tragbarer - Kompromiss, der, ums mal beim Namen zu nennen, uns zum Beispiel dieses Jahr schon zwei potentielle Nachbarstaaten gekostet (Sylfaen und Saeominen) und uns Wiedergänger des eigentlich vermodert geglaubten Gewürms des Imperialismus in Form beantragter Kolonien beschert hat. Jedoch war die bisherige Möglichkeit, relativ unbehelligt von irgendwelchen Klimazonen, realistischen Kontinenten oder gar realistischen "Erd"formen auf der OIK-Karte zu simulieren, einzigartig. Und ganz offenbar wurde dies ja von verschiedenen Staaten, welchen das Ganze zu - sagen wir mal - unrealistisch war - abgelehnt und es wurden weitere Kartenorganisationen gegründet, die andere Prioritäten setzen.
Wird sich die OIK jedoch auf Kompromisse mit diesen Organisationen einlassen, so bedeutet das ganz einfach, daß diese Staaten, denen die OIK nicht realistisch genug war, sich vorbei an sämtlichen Organen und Mitgliedern der OIK nun doch mit zumindest Teilen ihrer Vorstellungen durchsetzen. Ich halte das für inakzeptabel.
Es sind mir einfach zu viele Sachen, die gefordert werden. Sachen und Dinge, die ureigene Kompetenzen der einzelnen Mikronationen darstellen, sollen von Organisationen verwaltet und begutachtet werden. Als Beispiel möchte ich mal die frühen mikronationalen Karten anführen, da haben sich Staaten, die gut miteinander konnten, hingesetzt und gesagt, wir pappen unsere jeweiligen Karten jetzt zusammen (Albernia, Tir, Wolfenstein). Das lief ohne Vetos, ohne Direktorium und Organe. Zugegeben sind diese Organe teilweise mittlerweile durch die vielen Nationen nötig geworden. Warum aber? Wegen sowas:
"Man sollte aber dann auch zulassen das eine RL-Person auch mehrere Länder vertreten kann. So war das beispielsweise schon mit Gadoa und Caen, beide von mir vertreten." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?threadid=1466 )
und sowas:
"Das ist selbst mir noch nicht passiert und ich könnte hier derzeit 4 Länder vertreten, wenn ich es darauf anlegen wollte." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?t...r=0&page=2 ).
Noch was? Bitteschön:
"Ich darf mal den derzeitigen Fall Ratharia und Veron auflisten. Dort ist der gleiche Admin und er ist auch der Gründer beider Staaten." ( http://www.oik.virtuacom.de/thread.php?t...r=0&page=2 ).
Das mir angesichts solcher Zustände mal ordentlich der Kragen platzt, ist nicht weiter verwunderlich. Hier eine Regelung zu treffen, würde, denke ich, die Zahl der Nationen, die überhaupt auf der OIK-Karte existieren, ziemlich reduzieren. Ich bin mir aber auch bewusst, daß es in der Frage der Mehrfachidentitäten keine Lösung geben wird, dazu ist das gesamte Terrain schon zu verseucht. Diese Form des Mikronationalismus möchte ich hier am Rande auch mal aufs schärfste anprangern!
Was soll der Quatsch mit den Mehrfachidentitäten? Ich trauere insofern der vormalig auch von Wolfenstein unterzeichneten Lex Unitas nach, die leider durch ihren Schreiberling ad absurdum geführt wurde. Hier mal der Text:
"Lex Unitas
Wir glauben an die unveräußerlichen Grundrechte eines jeden Menschen,
wir bekennen uns zum Rechtstaat, zur Selbstbestimmung der Völker und zum Individuum,
wir stehen im Dienste des Fortschritts, der Freiheit und des Friedens.
Darum respektieren die Völker die folgenden Grundlagen, und verpflichten sich sie zu verwirklichen.
» Der Staat ist in drei Gewalten unterteilt, die Legislative, die Exekutive und die Judikative. Sie kontrollieren sich gegenseitig, und nutzen so uneigennützig die vom Volk verliehene Macht um für Recht und Ordnung zu sorgen.
» Alle Menschen haben kraft Geburt gleiche Rechte und Würde. Damit niemand dies umgeht, ächten die Völker es, mit mehr als einer Person in der mikrostaatlichen Welt aufzutreten, und sie ächten es, in mehr als einem Staat in den drei Gewalten Mitglied zu sein.
Unterzeichnet am 08.08.2000
Freie Republik Tir nA nÒg
Republik Albernia
Volksrepublik Wolfenstein" ( http://www.freie-republik.info/foren/thr...&styleid=2 )
Aber das nur nebenbei, die Situation ist ja nun mal aus dem Ruder gelaufen und vermutlich kaum noch zurückzudrehen. Diese ganze Sache, verbunden mit obigen Zitaten,verursacht aber bei mir (und nicht nur mir) schwere Bedenken, inwieweit vorgeblich demokratische Entscheidungen auch solcher Organisationen wie der OIK wirklich demokratisch oder eben doch im Sinne weniger RL-Personen beeinflusst getroffen worden sind oder noch getroffen werden. Das mag eventuell paranoid erscheinen, ist es aber erfahrungsgemäss nicht. Ich erinnere mich, mit zwei Staaten mit völlig konträren Ansichten verhandelt zu haben, hinter denen ein und dieselbe RL-Person steckte - die auch mit mir als eine Art schizophrenes doppeltes Lottchen verhandelte.
Ihr seht, es ist ein ganzer Komplex von Dingen, der mich opponieren lässt. Und ich muss an dieser Stelle auch noch mal die leidige Monddiskussion ins Rampenlicht zerren, die heute offenbar keinen Menschen mehr interessiert. Was war das Geschrei groß, Beeinflussung der Simulation, Wolfenstein nähme Einfluss auf andere Staaten usw. usf.. Natürlich liegt die Sache beim Mond anders, er wurde bisher noch nicht ernsthaft simuliert. Nur wenn schon etwas noch nicht simuliertes eine derart große Einflussnahme auf die Simulationsfreiheit anderer Staaten bedeutet, wieviel schlimmer ist es dann, wenn auf etwas Einfluss genommen wird, was nicht erst seit gestern, sondern bereits seit Jahren auf bestimmte Art und Weise simuliert wird?
Die OIK gibt es auch nicht erst seit gestern, ihr Vorläufer, das BIK, ging direkt aus den allerersten mikronationalen Kartographieversuchen hervor. Wir haben es hier also mit einer für mikronationale Verhältnisse steinalten Institution zu tun, die sich jungen und anderen Organisationen ähnlicher Art gegenübersieht. Und wenn da jemand Kompromisse eingehen muss, dann ganz bestimmt nicht die OIK, die wenigstens einigermassen die simulatorische Freiheit ihrer Mitglieder garantiert, jedenfalls im Vergleich zu den jungen Organisationen.
Es gibt auch aus meiner Sicht keinen einzigen Grund, von der bisherigen Kartenform abzuweichen. Man muss nur mal überlegen, was passiert, wenn die oben von mir am Rande angeprangerten Dinge so weitergehen. Eine Kugel ist doch in dieser Sache erheblich mieser als ein Viereck. Das Viereck kann man bei weiteren Fluten mikronationaler Staaten recht problemlos vergrößern, was tut man mit einer Kugel? Schafft man die Wasserflächen ab? Pustet man die Kugel auf? Oder hat man aller halben Jahre eine erneute Diskussion über einen neuen Massstab, damit auch alle Dritt- und Viertstaaten draufpassen?
Insgesamt ist doch die OIK-Karte der kleinste gemeinsame Nenner, auf den sich die darauf verzeichneten Staaten einigen konnten. Und ich bin der Meinung, das sollte auch so bleiben. Ich sehe die Gefahr, daß die OIK-Karte und auch die OIK selbst zum Werkzeug multipler Realitätsfanatiker gemacht wird, und das lehne ich ab. Das Problem der Überregulierung und der fortschreitenden Organisationitis habe ich noch gar nicht angesprochen, aber ich denke, das würde jetzt zu weit führen.
saludos
Chilavert

