07.09.2008, 12:02
Sagen wir mal so: ich habe absolut nichts dagegen, wenn der von Ihnen postulierte Schrumpfungsprozess dazu führt, daß die eine oder andere Polit-NID verschwinet, weil die dahinter stehende ID mehr Zeit aufs eigene Land verwenden muss, dann habe ich damit überhaupt kein Problem. Dann würde ich diesen Prozess sogar begrüßen, Sie kennen eventuell meine Einstellung dazu.
Sie sagen ja, zu Recht, es würde schwer werden, einen Schritt aus dem "Elfenbeinturm" zu tun. Beziehungsweise stellen Sie ja offenabr auch fest, daß die Bewertungen und Beurteilungen, die Einstellungen zur ganzen Sache doch recht unterschiedlich sein können. Davon sprach ich unter anderem, als ich diese OIK-Karte hier als Kompromiss und kleinsten gemeinsamen Nenner bezeichnete. Was darüber hinausgeht, wird für die eine oder andere Seite Zwang und Einschränkung bedeuten.
Was nun aber die Attraktivität betrifft: ich bin immer noch der Überzeugung, daß es *eine* der ersten und dringlichsten Aufgabe eines Staates ist, attraktiv für Neubürger zu sein. Dazu gehört ein Konzept mit möglichst vielen Alleinstellungsmerkmalen, eben auch politische Organe, die für ihr Land da sind und es konsequent vertreten. Dann wird man auch für Neubürger attraktiv. Daran muss jeder Staat, der dieses Problem erkennt und für wichtig erachtet, *selbst* arbeiten.
Hier jetzt zu versuchen, die OIK zu verändern, ist Problemoutsourcing und eigentlich das Eingeständniss, daß man es im eigenen Staat nicht auf die Reihe bringt. Es klappt im kleinen nicht, versuchen wirs also im großen. Das wird nicht funktionieren! Man kann doch nicht ernsthaft versuchen wollen, über eine Umgestaltung der OIK-Karte die Attraktivität des eigenen Landes zu erhöhen, wie naiv ist denn das bitte?
Sie nehmen ja das Beispiel GF, um Ihre Aussage zu begründen. Soweit ich das sehe, ist die GF nun nicht gerade ein Erfolg bzw. sehe ich nicht, wo deren Karte solch eine Strahlkraft auf die teilnehmenden Länder gehabt hat, daß diese jetzt den Schrumpfungsprozess "besiegt" hätten.
Davon abgesehen: wir haben hier *auch* eine riesige Spielwiese, unsere ist sogar noch größer! Und vor allem ist sie freier! Und ich persönlich werde keinesfalls diese Freiheit gegen das vage und unrealistische Versprechen von mehr Attraktivität in der Zukunft, welches mit Zwängen bzw. simulatorischen Einschränkungen verbunden ist, eintauschen. Nicht freiwillig! Ich gehe hier noch nicht mal auf den RL-Unsinn (welcher klar denkende Mensch hat eigentlich Lust, "Terrorgefahr" zu simulieren? Hallo?!) ein, da es auch dazu sehr geteilte Meinungen gibt. Nicht jeder staat will möglichst nah am RL simulieren, schon deshalb wäre es falsch, wenn Sie das als Basisannahme in Ihre Überlegungen einfliessen liesen.
Alles in allem nochmals: ich halte die Umgestaltungsversuche, insbesondere nach Ihrer Erklärung, für die Verlagerung nichtbewältigter nationaler Probleme auf die nächsthöhere (in diesem Fall die globale) Ebene. Anstatt vor der eigenen Haustür zu kehren und das eigene Land herauszuputzen, wird einfach der ganze Batzen Probleme den anderen Staaten vor die Füsse geklatscht, immer unter der Annahme, die haben ja dieselben Probleme wie wir. Ich finde das nicht in Ordnung.
saludos
Sie sagen ja, zu Recht, es würde schwer werden, einen Schritt aus dem "Elfenbeinturm" zu tun. Beziehungsweise stellen Sie ja offenabr auch fest, daß die Bewertungen und Beurteilungen, die Einstellungen zur ganzen Sache doch recht unterschiedlich sein können. Davon sprach ich unter anderem, als ich diese OIK-Karte hier als Kompromiss und kleinsten gemeinsamen Nenner bezeichnete. Was darüber hinausgeht, wird für die eine oder andere Seite Zwang und Einschränkung bedeuten.
Was nun aber die Attraktivität betrifft: ich bin immer noch der Überzeugung, daß es *eine* der ersten und dringlichsten Aufgabe eines Staates ist, attraktiv für Neubürger zu sein. Dazu gehört ein Konzept mit möglichst vielen Alleinstellungsmerkmalen, eben auch politische Organe, die für ihr Land da sind und es konsequent vertreten. Dann wird man auch für Neubürger attraktiv. Daran muss jeder Staat, der dieses Problem erkennt und für wichtig erachtet, *selbst* arbeiten.
Hier jetzt zu versuchen, die OIK zu verändern, ist Problemoutsourcing und eigentlich das Eingeständniss, daß man es im eigenen Staat nicht auf die Reihe bringt. Es klappt im kleinen nicht, versuchen wirs also im großen. Das wird nicht funktionieren! Man kann doch nicht ernsthaft versuchen wollen, über eine Umgestaltung der OIK-Karte die Attraktivität des eigenen Landes zu erhöhen, wie naiv ist denn das bitte?
Sie nehmen ja das Beispiel GF, um Ihre Aussage zu begründen. Soweit ich das sehe, ist die GF nun nicht gerade ein Erfolg bzw. sehe ich nicht, wo deren Karte solch eine Strahlkraft auf die teilnehmenden Länder gehabt hat, daß diese jetzt den Schrumpfungsprozess "besiegt" hätten.
Davon abgesehen: wir haben hier *auch* eine riesige Spielwiese, unsere ist sogar noch größer! Und vor allem ist sie freier! Und ich persönlich werde keinesfalls diese Freiheit gegen das vage und unrealistische Versprechen von mehr Attraktivität in der Zukunft, welches mit Zwängen bzw. simulatorischen Einschränkungen verbunden ist, eintauschen. Nicht freiwillig! Ich gehe hier noch nicht mal auf den RL-Unsinn (welcher klar denkende Mensch hat eigentlich Lust, "Terrorgefahr" zu simulieren? Hallo?!) ein, da es auch dazu sehr geteilte Meinungen gibt. Nicht jeder staat will möglichst nah am RL simulieren, schon deshalb wäre es falsch, wenn Sie das als Basisannahme in Ihre Überlegungen einfliessen liesen.
Alles in allem nochmals: ich halte die Umgestaltungsversuche, insbesondere nach Ihrer Erklärung, für die Verlagerung nichtbewältigter nationaler Probleme auf die nächsthöhere (in diesem Fall die globale) Ebene. Anstatt vor der eigenen Haustür zu kehren und das eigene Land herauszuputzen, wird einfach der ganze Batzen Probleme den anderen Staaten vor die Füsse geklatscht, immer unter der Annahme, die haben ja dieselben Probleme wie wir. Ich finde das nicht in Ordnung.
saludos

