15.08.2010, 17:22
Zitat:Original von José Maria Tioxalaj
Ich komme mir hier schon vor, wie im Mittelalter:
Der Holländerhammer
1. Kapitel: Was macht den Holländer so böse und gefährlich?
Der böse Holländer hat seine eigene Meinung und die stimmt nicht mit der unsrigen überein, die verlautbaret er auch noch überall. Er waget sich Widerworte zu geben, ja noch schlimmer, wenn man ihn anpöbelt, wagt er es doch tatsächlich zurück zupöbeln, und was ihn so gefährlich und böse macht manchmal wagt er es sogar im Übereifer des Gefechtes uns als rechtsradikal oder **** zu beschimpfen.
2. Kapitel: Woran erkenne ich den bösen Holländer?
Man erkennt den bösen Holländer an seine schlechten Deutschkenntnisse. Wenn jemand ein Rechtschreibfehler oder auch einen Grammatikfehler macht, dann ist das ein sicheres Anzeichen dafür, daß sich dahinter der böse Holländer verbirgt.
3. Kapitel: Was macht man, wenn man den bösen Holländer erkannt hat?
Sperrt ihn! Sperrt ihn! Sperrt ihn!
Aber was macht man, wenn daß nichts hilft?
Löscht ihn und seine ganze MN! Löscht ihn und seine ganze MN! Löscht ihn und seine ganze MN!
Wollt ihr wirklich solch mittelalterliche Methoden anwenden, oder sollten wir nicht lieber auf zivilisiertere Art und Weise unsere Probleme lösen?
Die Hexenverfolgung ist eher ein Phänomen der frühen Neuzeit als des Mittelalters, das Mittelalter kennt im Grunde kein kodifiziertes Strafrecht. Auch der Hexenhammer (wie die peinliche Halsgerichtsordnung) ist an der Wende des Spätmittelalters zur frühen Neuzeit verfaßt worden, um dem Wildwuchs im Rechtswesen Herr zu werden.
Im Mittelalter hätten wir jetzt wohl einen Zweikampf veranstaltet oder den Holländer unter Wasser getaucht bzw. mit heißem Wasser übergossen, um festzustellen, ob der liebe Gott ihn schützt. Hätte er es überlebt, dann hätte ihn unser Herr errettet und seine Worte wären als wahr zu betrachten.

Naja, das scheitert schon an der Virtualität dieses Forums.

