25.01.2006, 01:41
Offener Brief aus dem Unionskanzleramt
Maximilian von Rohan-Mason
Maximilian von Rohan-Mason
Zitat:Sehr geehrte Damen und Herren im OIK-Beirat!
Die Debatte im Beirat über die „Freihaltung der ratelonischen Gebiete“ verwundert mich etwas. Es ist natürlich erst einmal schön, dass man sich für Ratelon einsetzen möchte. Wer sieht das nicht gerne? Aber die Art und Weise spielt auch eine gewisse Rolle.
Es ist nun einmal Faktum, dass der Umgang in Ratelon in der Kartenfrage weder leicht noch frei von Konflikten ist. Ratelon ist groß, und hat ebenso viele verschiedene Meinungen und neigt ohnehin dazu, seine Streitkultur ausgiebig selbst zu zelebrieren. Damit muss man als Ratelon leben. Ebenso, wie mit dem Umstand, dass es die eine Meinung in Ratelon nicht gibt. Der Ausdruck dieser Differenzen war die Zersplitterung Ratelons auf zwei Teile. Ich persönlich habe das niemals begrüßt, aber eine Zeit lang schien keine andere Möglichkeit gegeben. Nun hat man auf Druck der Regierung die Anstrengung unternommen, die Frage endgültig zu klären.
Man hofft darauf, dass dieses Verfahren, die so oft zitierte Abstimmung der Mitspieler, allgemein anerkannt wird und somit ein zementierter Status erreicht wird. Eine feste Grundlage für zukünftiges Handeln. Allein aus diesem Grund ist es schon nicht zu empfehlen, die Diskussion noch durch externe Argumente anzureichern. Ratelon muss sich selbst ins Reine bringen, und alles weitere ist sekundär. Daher finde ich es fatal, wenn diese Angelegenheit so dermaßen politisiert wird. Es ist mir schon klar, warum Frau Bundeskanzlerin Fresse sich explizit zur Beschützerin der letzen OIK-Länder Ratelons aufschwingen möchte. Ebenso klar ist mir, warum sie relativ deutlich impliziert, wer die „gute“ und wer die „böse“ Seite in Ratelon bei dieser Sache ist. Ich bin mir sicher, dass ich zur letzteren Seite in Frau Fresses Augen gehöre. Das tut mir Leid, aber ich muss diese dogmatische Sichtweise akzeptieren. Allerdings muss ich nicht akzeptieren, wenn man den Entscheidungsprozess in Ratelon nicht akzeptiert - ich sagte bereits oben, dass manchmal eben nicht alle ihren Willen bekommen können - und generell die Aussagen der Deligierten Ratelons hier anzweifelt. Ich kann versichern, dass Frau Ritchie-Letsrock stets die Interessen der DU Ratelon hervorragend vertritt. Nicht umsonst wurde sie von einem OIK orientierten Menschen ins Amt berufen.
Ob diese ganze Sache nun simon oder simoff ist, kann man sicher unterschiedlich bewerten. Ist eine Kartenorganisation generell überhaupt simon? Die Grenzen vermischen hier extrem, und genauso ist es bei der Debatte in Ratelon, weshalb es keinen Sinn macht, sich daran aufzuhängen, dass die Abstimmung expressis verbis außerhalb der Simulation stattfindet.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Sache ist kompliziert, keine Frage. Aber hier ist es sowohl für Ratelon (man muss sich bei Entscheidungen der darin liegenden Verantwortung bewusst sein) also auch für die OIK (deren Regeln man beachten sollte) besser, nicht weiter zu verfahren. Zumal dies offenbar der Mehrheit der hier anwesenden Vertreter ebenso sieht, die eine Sonderbehandlung Ratelons nachvollziehbarer weise ablehnt.
Maximilian von Rohan-Mason

