16.05.2006, 14:36
Zitat:Original von Pharaoh
Ganz einfach, weil Hansastan so angelegt wurde mit vielen Völkern. Gut, es ist unpraktisch, im Nachhinein ist es offensichtlich, aber wir haben unsere Ausgestaltung darauf ausgelegt. Hansastan ist nunmal eine Simulation mit vielen Völkern und wenn wir wenigstens halbwegs realistisch das simulieren wollen (und meine Güte, das einzig "unrealistische" ist ein Volk namens "Elben", das ein paar Charakterzüge der Tolkien-Elben trägt), dann ist so viel Fläche nötig.
"Unrealistische" Volksstämme stören mich überhaupt nicht, im Gegenteil. Aber wenn etwas sich als "unpraktisch" erweist, dann kann man es auch ändern. Es gibt durchaus noch einen breiten Bereich von Möglichkeiten, eine Micronation behutsam anzupassen, ohne sie völlig über den Haufen zu schmeißen.
Das eröffnet auch neue Chancen. "Gesundschrumpfen" ist da ein Stichwort. Wie attraktiv sind all die Kulturen und Sprachen in Hansastan, wenn sie von den Bürgern mangels Masse nicht aussimuliert werden können?
Zitat:Eine Steppe, die man in 3Stunden durchreiten kann, ist ganz einfach unrealistisch, deswegen muss sie größer sein. Manche mögen sich über sowas keine Gedanken machen, wir tun das hingegen.
Naja, auch nicht bis zu Ende, denn Steppen gibt es nur in arid-kontinentalem Klima, und das dürfte auf einer länglichen Insel schwerlich vorherrschen. Davon abgesehen gibt es IRL durchaus sogar Wüsten, die kleiner als 300.000 km² sind.
Zitat:Nur weil einige keine Idee davon haben, dass die Welt verdammt groß ist, müssen wir doch nicht ständig angegriffen werden und denunziert werden.
Ich greife Euch nicht an und denunziere (weißt Du eigentlich, was Denunziation ist? Der Begriff passt hier vorn und hinten nicht...) Hansastan nicht. Wenn Du selbst sagst, es sei "unpraktisch", dann zeigt das doch, dass meine Kritik im Ansatz auch berechtigt ist.
Zitat:Die einzige Alternative für uns wäre, dass wir die gesamte Ausgestaltung über den Haufen werfen und von vorn anfangen.
Nein, das verlangt niemand. Im Gegenteil: Wiegesagt bin ich durchaus ein Fan der ausgestalterischen Richtung in Hansastan.
Aber es kann doch keine Rede von "alles über den Haufen werfen und von vorn Anfangen" sein, wenn man die Simulation ein wenig fokussiert. Wenn Hansastan statt 8 (oder so) Volksstämmen, deren Unterscheidungen ohnehin außer Dir und ein paar Alteingesessenen kein Mensch mehr nachvollziehen kann, weil sie von 12 Bürgern nicht aussimuliert werden können, sich auf 3 oder 4 konzentriert auf vielleicht einem Drittel der jetzigen Fläche, dann ist das sicherlich ein Einschnitt, aber kein tabula rasa.
Zitat:Andere machen sich keine großen Gedanken über realistische Größen, Klimazusammenhänge und kulturelle Dinge und dann lästert man über uns? Bitte mal auf dem Boden bleiben.
Das ist zwar wahr, aber mit dem Vorwurf kannst Du mich ja eigentlich nicht meinen, oder?
Ausgangspunkt war die Frage nach der Simulationsfreiheit. Dein Ausganspunkt war, dass jedes Land die Freiheit haben soll, alles mögliche - von Kobolden unter der Erde über Joghurtbecher und Maßstäbe bis hin zu grenznaher Topografie - selbst für sich festzulegen.
Ich respektiere diesen Ansatz und er entspricht der Entstehungsgeschichte unserer Weltkarte.
Es gibt aber auch Bestrebungen - und ich teile die - die Karte inhaltlich zumindest ein wenig zu vertiefen, konkret hinsichtlich der "Weltform" und eines gemeinsamen Maßstabes.
Das dient ja nicht der Bevormundung und wird nicht vorgeschlagen, um irgendwen zu ärgern, sondern es soll die OIK-Karte gehaltvoller machen. Die OIK-Karte kann derzeit nur der relativen Positionsbestimmung und Feststellung von Nachbarschaften dienen (und das eigentlich auch nicht wirklich, weil Hansastans Küste ja viel größer sein müsste, als die auf der Karte verzeichnet, und es daher mehr mittelbare Nachbarn geben müsste).
Wenn man aber den gemeinsamen Nenner verbreitern will, dann muss eben auch mehr Rücksicht aufeinander genommen werden. Die Simulationsfreiheit des einen Staates muss dann eben dort aufhören, wo die der anderen anfängt bzw. wo gemeinsame Festlegungen betroffen sind.
Wenn man diese gemeinsamen Nenner finden will, muss man sich manchmal auch ein Stück aufeinander zubewegen. Dass Du dazu überhaupt keine Bereitschaft zeigst, finde ich schade.

