02.06.2006, 00:08
Wäre hier ein wenig Vernunft das Verkehrteste, was der OIK passieren könnte? Die Sperrung wurde wegen Inselwucherei beschlossen. Eine Unterwasserstadt ist keine Insel, sie nimmt kein Land weg. Im Gegenteil, sie spart welches ein. Wieso muss man dafür ein generelles Sperrungsende beantragen und keine Ausnahmeregelung? Wenn vor der Sperrung schon eine Unterwassernation existiert hätte, muss man schon sehr viel Drogenabhängigkeit unterstellen, um anzunehmen, dass damals auch Unterwasserstädte in die Sperrung hineingefallen wären, weil sie ja "so viele Inseln" produzieren. Es ist liegt ein Fall vor, der zur Zeit der Sperrung nicht bedacht wurde. Wenn man die Sperrung als Strafe sieht, trifft sie jemanden, der keine Schuld hat, wenn man sie als Schutz sieht, trifft sie jemanden, vor dem es keines Schutzes bedarf. Ergo muss man das wohl als Bürokratenunsinn bezeichnen. Da ist das RL ja schon wesentlich weiter, da gibt es Bestimmungen zur flexiblen Fallentscheidung. Sicher kommt jetzt "Dann wollen alle Ausnahmeregelungen." Auch 1000 Unterwasserstädte bringen keine zusätzliche Insel und Ausnahmeregelungen sind per Definition nicht für alle da. Ich will Bürokratenhilflosigkeit hier aber nicht zum Vorwurf machen, da ich annehme, dass es eine gewisse hämische Freude macht, zuzuschauen, wie die Mühlen der Bürokratie junge Staaten schikanieren. Ein solcher Vorwurf würde, so befürchte ich, gar nicht als solcher wahrgenommen, sondern als Kompliment aufgefasst.

