11.06.2006, 13:17
Zitat:Original von Frederic Elskamp
Gleichzeitig sehe ich aber auch eine Berechtigung für Faantirs Meinung - auch wenn ich sie so nicht unbedingt teile. Gäbe es weniger MNs gäbe es möglicherweise mehr Mitspieler für die einzelne MN,
Die Frage ist, was soll daran gut sein? Es wird so getan, als wären aktive Großnationen ein Wert an sich. Es gibt die Riesennation Ratelon und Pottyland. Wer große MNs mag, soll doch dort hingehen. Wenn es nur um die Anzahl der Bürger ginge, müßte eine einzige MN der Paradiszustand sein. Nein, der MN-Bürger erwägt noch anderes:
Reizt mich die Gesellschaftsform? (Diktatur, Demokratie)
Reizt mich die Kultur? (chinesisch, arabisch etc.)
Reizt mich das Forenklima? (humoristisch, ernsthaft, depressiv usw.)
Kann meine ID hier dies und das machen?
Jede neue MN stellt eine neue Konstellation dieser Fragen dar. Selbst, wenn eine neue MN ein Plagiat ist, bietet sie Neubürgern doch eine schnellere Aufstiegsmöglichkeit und ist somit eine Neukonstellation. Also, warum ist es ein Wert, dass die hier ansässigen Staaten viele Mitglieder haben? Es wird hier nicht als Wert angesehen, wenn eine Großnation aufgelöst wird und sich die Mitglieder auf die Verbleibenden verteilen. Aber das wäre doch genau in der Logik, weniger große Nationen mit mehr Mitgliedern.
Das Argument, bestehende Staaten hätten ein moralisches Vorrecht auf Existenz, ist das gleiche, das z.B. angewendet wird, wenn Inseln usw. auf der Karte verboten werden. Die Leute haben ihre Nation aufgebaut, alle Freiheiten ausgekostet und sich festgesetzt und nun soll niemand mehr dieselben Freiheiten genießen. Da wird dann reglementiert, verpönt und gesperrt, vergessend, wie man selbst begonnen hatte. Kein Staat, war schon immer da.
Ich sags mal für den Lyrikwettbewerb:
Daran, die Alten zu erhalten,
liegt´s denen, die sie verwalten.

