13.06.2006, 20:30
Zitat:Original von Carmen de Mora-Trauenstein
Es ist einfach schade, wenn vorhandene Ideen von Mitbürgern in neue MNs statt in die gesteckt werden, in der sie gerade leben oder in eine andere bereits vorhandene MN. Denn mit jedem Mitbürger, der sich anderweitig (noch) engagiert geht wichtiges Potential für die Heimat-MN verloren.
Naja, was passiert, wenn man es so formuliert: Mit jedem Mitbürger, der sich anderweitig engagiert, gewinnen neue MNs wichtiges Potential. Abwandern an sich ist weder gut noch schlecht. Es ist schade für die betroffene MN. Für die neue MN ist es ein Gewinn. Die Bilanz ist ausgeglichen. Ein Verlierer, ein Gewinner. Es ist ja auch nicht prinzipiell schade, wenn Deutschland nicht Weltmeister wird. Es ist nur schade für die deutschen. Für den Gegner ist es ein Gewinn. Ist es schade, wenn ich beim Skat verliere? Ja, aber frag mal meinen Gegner. Der sagt nein. Und wer hat nun recht?
Alles, was ich möchte, ist die Beliebigkeit aufzuzeigen, mit der hier der Konsens hergestellt wird, Abwandern wäre etwas Schlimmes. Hier posten vor allem die etablierten MNs. Für die ist es schlimm. Die neuen sollte man aber auch mal fragen, wenn man von "schade" spricht. Mit dem gleichen Recht kann man sagen, Zuwanderung ist ein Gewinn.
Und noch etwas möchte ich zu bedenken geben. Wer sagt denn, dass die Spieler, die abwandern, in der alten MN geblieben wären? Offensichtlich fanden sie die nicht mehr so reizvoll, sonst wären sie geblieben. Wenn in keine neue MN, dann wanderten sie vielleicht in eine der anderen Großen aus, für die zurückbleibende MN macht das auch keinen Unterschied. Spieler kommen, langweilen sich, wenn sie nichts erreichen und gehen wieder.
Und noch was. Ich möchte nicht wissen, wie viele Abwanderungen einer großen MN durch eine andere Große passiert. Auch große MNs saugen sich gegenseitig Mitglieder weg oder ist noch niemand von Futuna nach Ratelon emigiert? Allein die Anziehungskraft, die Ratelon auf die massen ausübt, reicht für 20 neue MN´s.

