29.08.2008, 02:13
Zitat:Original von Erton Rummelsay
Ja Mensch, das hab ich doch glatt übersehen.
Zitat:Original von Presidente Chilavert
Sie stellen fest, daß sich die "Szene" geändert hat. Das mag für bestimmte Bereiche der "Szene", die immer schon verflucht schnellen Änderungen unterworfen war, gelten. Aber bei weitem nicht für alle. Natürlich gibt es diesen oder jenen, der wie wild neue Staaten, neue Ideen und neue Entitäten plus neue IDs aus dem Boden stampft, je anch Tageslaune, je nach Ferienzeit. DAS hat sich sicherlich verändert, insofern, daß das heute viel extremer ist als noch vor ein paar Jahren.
Wer heutige Aktivitäten auf Ferien-MNs reduziert, schaut wohl leider nicht genau hin.
Insofern scheinen sie meine wirkliche Intention nicht verstanden zu haben, oder sie wollen es nicht.
Nochmal, niemand will hier Wolfenstein in die Suppe spucken. Aber Wolfenstein ist auch nur einer der Staaten der OIK. Ihr Staat hat die gleichen Rechte, wie alle anderen, aber sicher auch die Pflicht die Bedürfnisse der anderen Staaten zu akzeptieren.
In einer ausgewogenen Neukonstruktion würde Wolfenstein aber sicher nicht weniger berücksichtigt, als jede andere MN.
Nein, ich beziehe mich nicht nur auf Ferien-MNs. Ich habe kurz vorher (in einem anderen Thread) denjenigen Mikronationalisten meine Hochachtung ausgesprochen, die seit vielen Jahren ihrer Nation treu sind, diese hegen und pflegen und dieses jeweilige Projekt auch konsequent weiterführen. Was ich kritisiere ist folgendes: es ist heutzutage ein leichtes, eine Mikronation zu gründen. Es reicht in vielen Fällen ein Forum, in dem alles "aussimuliert" wird, eine Homepage ist im Prinzip völlig belanglos für die Mikronationen neuer Art. Wenn sich jetzt aber jemand hinstellt und sagt, ich gründe eine Mikronation, führe diese in mikronationale Organisationen ein und rede da mit, dann denke ich, ist das Mindeste, was man erwarten kann, daß derjenige, der so handelt, auch ein langfristiges Interesse an seiner Nation hat. Alles andere wirkt wie: "Hier, guckt mal, was ich kann!" oder "Ich will Aufmerksamkeit!".
Was die Recht und Pflichten der Staaten betrifft: die Staaten hier haben erstmal überhaupt keine Pflichten, sie sind Phantasiekonstrukte und können tun und lassen, was sie wollen. Hinter diesem oder jenem Staat stecken Personen, und ich meine RL-Personen, die sich durch die Beschäftigung mit dem Mikronationalismus kennengelernt haben. Das mag im Norden umfangreicher erfolgt sein als im Süden, aber daraus lässt sich definitv kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit etwaig getroffener Absprachen ableiten. Mal vom Polit-NID-durchseuchten Norden abgesehen; es mag sein, daß man, wenn man drei Staaten gegründet hat und vielleicht selbst in zwei Staaten Chef ist, mit sich selbst einen Handel abschliesst - diese Art der Schizophrenie darf jedoch nicht ausschlaggebend sein. Nicht für die OIK. Warum? Weil es eben Staaten und Personen gibt, in denen mit einer ID je RL-Person simuliert wird und diese RL-Personen eben keine weiteren (N)IDs in anderen Ländern haben.
Das ganze hat mit Wolfenstein übrigens wenig zu tun. Hier geht es mir ums Prinzip. Und nochmal: woraus leiten Sie für virtuelle Staaten irgendwelche Pflichten ab? Hallo? Im virtuellen mikronationalen Raum kann jeder machen, wonach ihm ist. Was die OIK betrifft: das ist eine freiwillige Sache, keine ID und auch keine NID wird gezwungen, bei diesem kleinsten gemeinsamen - und machbaren - Nenner mitzutun.
Warum eine Neukonstruktion? Wozu? Aus welchem Grund? Was sollte jetzt ein Land dazu bewegen, seine über Jahre gewahrte Form und Position aufzugeben? Wenn es denn keine Ferien-MN ist? Ist die jetzige Situation denn nicht ausgewogen? Und warum?
Zitat:Klima und Kultur spielen also eine Rolle, natürlich - nur habe ich keine Lust, mich mit Vertretern von Staaten, die in einem Jahr sowieso nicht mehr existieren, über Klimaverhältnisse zu unterhalten. Momentan stehen ja auch großangelegte Gebietsverlagerungen zur Debatte, siehe die akutelle Abstimmung.
Zitat:Na, das ist wohl eher ein strukturelles Problem der OIK. Wenn die Orga zu lasche Aufnahmekriterien hat, werden die unbeständigen Mns auch nicht ausgesiebt.
Aber in meinen Augen ist ein Jahr Spielspaß ne Menge mehr wert, als ihre Bequemlichkeit, die verhindert, dass sie sich mit anderen Staaten befassen.
Nochmal - wozu soll ich mich mit Staaten befassen, die nur ein Jahr existieren, warum soll ich mich mit Leuten befassen, die sagen: heute bin ich König X, morgen Präsident Y. Spielspaß ist eine Sache, dafür gibt es eine Menge kostenloser Onlinespiele, die man für etliche Monate unverbindlich spielen kann. Wer überall naschen will, ist nicht verlässlich, und ich entnehme Ihrer Aussage, daß Sie eher der Naschertyp sind. Was die Mikronationen betrifft, ist es eben nicht so, daß es ein breitgefächertes Angebot an ernsthaften Sachen gibt. Wenn man aber eine Mikronation ernsthaft angeht, diese auch über Jahre betreibt und fortführt, aus welchem Grund sollte man sich dann mit Nationen befassen, bei denen man weiss, daß sie in einem Jahr nicht mehr existieren, bei denen es nur um den "Spielspass" geht? Nichts hat das mit Bequemlichkeit zu tun, aber auch gar nichts. Eher schon mit Konsequenz, einem Wort, was die Spassfraktion, die den Mikronationalismus als wohlfeilen Zeitvertreib sieht, nicht kennt.
Zitat:Was ich momentan an "Szene" sehe, sind Leute, die ein Friede-Freude-Eierkuchen-Land haben wollen, in dem alle dem vollkommen unbegründeten Verdikt der Modernisierung folgen (Sie sagen: "
Der OIK würde beträchtlich helfen, würde sie sich der Zeit anpassen, und ihre Karte modernisieren." - Ja, warum?! Wie würde es der OIK weiterhelfen?). "Szene" impliziert ja schlussendlich auch einen gewissen Konsens der "Szene"mitglieder. Es würde mich schwer ärgern, wenn es den Konsens irgendwann mal geben würde. Nicht, daß ich auf Streit aus bin. Aber die verschiedenen Sichtweisen, Herangehensweisen, Handlungsweisen der Mikronationalisten macht erst die Buntheit und Farbigkeit der Staaten - und auch der OIK-Karte - aus.
Zitat:Also, die verschiedenen Sichtweisen wie eine MN und Karte auszusehen hat, sind für mich alles andere als Salz, sondern lästig und demotivierend.
Ich beschäftige mich da lieber mit politischen und kulturellen Konflikten, die simulativ ausgetragen werden. Und die ergeben sich nunmal auch aus geopolitischen Sachlagen.
Vielleicht wäre das für Wolfenstein auch mal eine völlig neue Ebene, anstatt sich international nur auf dem OIK-Schlachtfeld auszutoben.
Jede Nation kann für sich entscheiden, wie was auszusehen hat. "Lästig und demotivierend" - diese Aussage zeugt von einer recht egoistischen Sicht. Geopolitische "Sachlagen" gab es zu Hauf, und wenn Sie schon wieder Wolfenstein ansprechen, dann kann ich Ihnen versichern, daß die "geopolitischen Sachlagen" für uns kein Neuland sind. Die halbe OIK stöhnt, wenn ich wieder von Kyrolonien zu erzählen anfange. Simulativ ausgetragene kulturelle oder politische Konflikte können Sie mittels Kartenspiel oder Pen and Paper Rollenspiel austragen. Ich finde es absolut verwerflich, diese hier gegebene Bühne dazu zu missbrauchen, temporäre, vielleicht gerade diese oder jene Person interessierende "Konflikte" auszutragen. Es geht hier um MIKRONATIONEN. Und nicht um Fast-Food-Bespaßung.
Zitat:Und nochmal betreffs Klima und Kultur - das sollte jedem Land selbst überlassen werden, jede einzelne Mikronation sollte das nach Lust und Laune bestimmen können, frei Schnauze! Ich habe nicht die geringste Lust, mich in einem virtuellen Raum, in dem ich tun und lassen kann, was ich will, schon wieder irgendwelchen Zwängen zu unterwerfen, die sich irgendjemand mit der Massgabe, es sei allgemeingültig, ausdenkt.
Zitat:Ja, typisches Schwarz-Weiß-Denken, welches ich in dieser Frage oft erkenne.
Natürlich, die Aussage, jedes Land soll machen, wie es will, ist Schwarz/Weiss-Denken. Schöne Erkenntnis Ihrerseits.
Zitat:Begründen Sie doch mal, *warum* sind die von Ihnen so genannten Kartoffelstaaten "out". Na? Was kann man in diesen Staaten nicht machen? Und warum kann man das nicht machen?
Zitat:Was machen denn Wolfenstein, Tir, Atraverdo und Pizzaros so auf dem internationalen Parkett? Nichts, außer sich vielleicht mal über Klima auszulassen.
Mal abgesehen von Ihrer recht wilden Länderzusammenstellung: diese Länder sind Mikronationen und können tun und lassen, was ihnen gefällt. Und wie schon vorher geschroben: warum sollte man sich mit kurzzeitig existierenden, Polit-NID verseuchten Ländern ernsthaft befassen? Was ist denn Ihr "internationales Parkett"? Nichts weiter als das schmoren im eigenen Saft, das Politikmachen auf der Basis von 2 RL-Personen und fuffzig Ländern. Darauf kann ich gern verzichten, und sicher auch die von Ihnen angesprochenen Länder.
Zitat:Aussagen in den Raum stellen, ohne jegliche Begründung, ist Rotz. Warum ist die Karte nicht zeitgemäss? Was ist zeitgemäss? Blöde Behauptungen kann ich auch aufstellen á la Erton Rummelsay ist ein Dampfplauderer, dem es an jedem mikronationalem Interesse fehlt.
Wäre schön, wenn Sie mich widerlegen würden.
saludos
Den Rest lasse ich unkommentiert. Na gut, Wolfenstein hat *kein* Klima. Das wird je nach Simulationslaune bestimmt. Und zwar von uns und von niemand anderem. Ansonsten - ich warte nach wie vor auf Argumente, bei denen ich sagen kann, gut, darüber liesse sich diskutieren.
Aussagen wie: "zukunftsfähig machen", "modernisieren", "Reform" und den ganzen Kram sind *KEINE* Argumente. Das sind nichtssagende, billige Schlagworte.
saludos
Tante EDIT sagt: musste noch paar Quotes einfügen, deshalb das dreimalige Rumeditiere.


