Zitat:Original von Pharaoh
In der GF hätte man sich an der generellen nichtkulturellen Ausgestaltung gestört und eine bestimmte Kultur verlangt. Nur, weil ich fordere, dass dort wenigstens irgendwas ostmediterranes/westasiatisches sein soll, werde ich von Ihnen implizit als Kulturfetischist tituliert?
Außerdem finde ich es sehr kindisch, die GF als bloßes Feindbild zu sehen. Es gibt klare positive Aspekte in der GF, die der OIK sicherlich gut tun würden. Wenn sie kein Interesse an Kultur und Logik der Ausgestaltung haben, dann können sie das ja so handhaben, aber seien sie doch so tolerant, anderen ihre Meinungen und Rechte zuzugestehen.
Werter Pharaoh, es tut mir wirklich leid, wenn Sie sich persönlich angegriffen fühlen. Weder ist es meine Absicht, Sie auch nur implizit als Kulturfetischisten einzustufen noch irgendjemandes Meinungen und Rechte einzuschränken.
Sie müssen mir jedoch gestatten, darauf hinzuweisen (wenn auch sicher in einer etwas parolenhaften Art) dass Forderungen nach bestimmten kulturellen Ausgestaltungen für bestimmte Gegenden der OIK-Karte sehr stark nach einer Entwicklung hin zur Kulturkreiskarte riechen, welche ein prägendes Merkmal der GF ist.
Und die Graphein Foundation ist keinesfalls ein Feindbild, sondern ein Wettbewerber, der genauso seine Existenzberechtigung hat. Diese Organisation hat ein anderes Konzept und einen anderen Organisationsaufbau. Beides zu bewerten, steht mir nicht zu und werde ich auch nicht tun.
Hier und jetzt geht es eigentlich mal wieder grundsätzlich um die Konzeption der OIK. Hansastan kann selbstverständlich ein kulturell begründetes Veto ankündigen und einlegen. Ich möchte nur auf die Gefahr hinweisen, dass sich die OIK meiner Meinung nach bei der extensiven Auslegung des Vetorechts davon weg entwickeln wird, was sie eigentlich mal ausmachte, nämlich eine sehr große Vielfalt an Ideen, die unterschiedlichsten Kulturen sowie die verschiedenste Staats- und Regierungsformen unmittelbar nebeneinander und die Offenheit für fast jeden neuen Nachbarn, solange es vor allem eine gute Idee ist (wobei diese Einschätzung natürlich immer subjektiv bleibt).
Manche Staaten gestalten die unmittelbare Nachbarschaft völlig unterschiedlicher Kulturen sogar im eigenen Land. Wenn ich daran denke, dass in Hansastan hinter dem Gebirge das Auenland mit seiner Kultur liegt während jenseits der Berge eher rL-asiatische Kulturen leben, ja und im Norden des Landes die rL-Nordeuropäer hausen zeigt mir das doch, dass ein Miteinander unterschiedlichster Kulturen auch in unmittelbarer Nachbarschaft möglich ist und funktioniert. Deshalb verwundert mich die Vetoankündigung seitens Hansastans, verknüpft mit der Bedingung, "in der Gegend" nur bestimmte Kulturkreise haben zu wollen, um so mehr.
Dem offiziellen Begrüßungstext der VtR Hansastan kann man einen sehr schönen Satz entnehmen.
"Wie man sieht, ist Hansastan kulturell sehr vielfältig, doch das macht auch den Reiz des Landes aus.". Sollten wir uns das nicht auch in der OIK als ganzes zueigen machen?