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Kandidatur Saxburger
#1
Nun dann möchte ich hier auch darlegen, weshalb ich hier wieder kandidiere und mich natürlich auch den Fragen der Delegierten stellen.

Viele Delegierte werden mich noch von meiner Amtszeit, welche vor 17 Monaten endete kennen. Manche werden sagen: leider, manche: mir doch egal und vielleicht auch einzelne, stimmt, der war ja auch schon mal da. Aber ich will hier keinesfalls in Nostalgie über die alten Zeiten schwelgen.

Die OIK hat sich seit dieser Zeit ein gehöriges Stück gewandelt, sollte sich aber meiner Meinung nach wieder auf ihre Grundwerte und ihre ureigenste Aufgabe konzentrieren. Und die ist für mich die Erstellung und Pflege einer Weltkarte für ihre Mitglieder. Nicht mehr und nicht weniger.

Die OIK ist für mich absolut keine Plattform für irgendwelche politischen, persönlichen oder nationalistischen Auseinandersetzungen der Mikronationen oder deren Protagonisten unterneinander. Dafür gibt es die mikronationalen Organisationen und/oder den bi- bzw. multilateralen Austausch der MN. Dies begründet sich mittlerweile auch und vor allem durch den reinen SimOff-Status der OIK.

Hier soll ausschließlich eine Weltkarte als Grundlage für die internationale Simulation zwischen den Mikronationen unterhalten werden.

Die OIK als Organisation hat nach meiner festen Überzeugung keine Berechtigung die Ausgestaltung oder den simulatorischen Ansatz der einzelnen Mikronationen zu bewerten oder sich gar zum Richter über die MN aufzuschwingen.

Die OIK ist jedoch auch eine Mitgliederorganisation, die sich selbst Kriterien gegeben hat, nach denen neue Mitglieder aufgenommen oder auch Mitglieder entfernt werden können. Die Mitglieder der Organisation haben also Regeln aufgestellt, bei deren Einhaltung sie bereit sind, neue Mitglieder in die Gemeinschaft aufzunehmen. Und diese Regeln sind recht einfach und weitgehend objektiv nachvollzieh- und überprüfbar.

Für die Überprüfung, ob ein zum Beitritt gewilltes potentielles neues Mitglied dieser Gemeinschaft die Regeln einhält und die damit gesetzten Mindesbedingungen erfüllt, hat sich die Organisation ein Organ geschaffen, das Direktorium und darin speziell den Vizedirektor für Kartenanträge. Dieser Vizedirektor wird, genau wie das gesamte Direktorium von den Mitgliedern in regelmäßigen, nicht allzu langen Abständen gewählt. Die Mitglieder beauftragen somit das Direktorium mit der Wahrnehmung ihrer Rechte und eben auch mit der Überprüfung von Mitgliedskandidaten auf die Einhaltung der Mindestbedingungen für eine Mitgliedschaft in der Organisation. Sie räumen ihnen dazu mittels Regelwerk recht weit gehende Entscheidungsbefugnisse ein, deren verantwortungsvolle Nutzung sie bei der Wahl der Direktoren voraussetzen.

Sollten die Mitglieder der OIK mit der Arbeit und den Entscheidung der von Ihnen gewählten und mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragten Vertreter nicht zufrieden sein, steht ihnen die Möglichkeit einer Abwahl oder, wie es die Wahlperioden hergeben, eine Nicht-Wiederwahl als Mittel für das Zumausdruckbringen ihres Unmutes zur Verfügung.

Eines Schiedsgerichtes oder einer anderen "höheren Instanz", welche Beschlüsse des Direktoriums oder gar der Vollversammlung überprüfen oder gar kippen kann, bedarf es in der OIK nach meiner Überzeugung nicht. Wir sind kein Staat mit einer Gewaltenteilung, wo eine Judikative den "Normalbürger" schützen soll, sondern eine Mitgliederorganisation, also eher ein Verein mit einem gewählten und auch wieder abwählbaren Vorstand. Differenzen zwischen Direktorium und Mitgliedern sind wie oben gesagt, recht einfach zu lösen.

Was in meinen Augen überhaupt nicht angeht, wäre eine Möglichkeit für ein Nichtmitglied, sich mittels irgendeines "Rechtsmittels" quasi in die Gemeinschaft der OIK-Mitglieder hineinzuklagen. Niemand, der noch nicht Mitglied der Organisation ist, kann das Recht haben, die Einhaltung der innerorganisatorischen Regeln von irgendeiner dritten Instanz durchsetzen zu lassen. Weder ist das Regelwerk der OIK (quasi das Statut des Vereins) ein allgemeinverbindlicher Gesetz, noch ist die OIK eine öffentliche Einrichtung oder eine Behörde.

Wenn die Organisation der Meinung ist, dass ein interessiertes neues Mitglied nicht zu ihr passt, dann hat der Interessent keine Möglichkeit, und darf sie auch nicht bekommen, gegen den Willen der Organisation die Mitgliedschaft zu erzwingen. Und wenn ich sage "die Organisation", dann ist das im Falle der OIK vorrangig das mit der Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder beauftragte Direktorium.

Sowei erst einmal meine Auffassung von unserer Organisation und der Stellung des Direktoriums darin. Ja und auch gleich meine Meinung zu einem im Gespräch befindlichen Schiedsgericht.
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#2
So weit so gut. Im Prinzip alles das, was jeder von uns über die OIK und ihren Sinn und Zweck denkt. Das darüber hinaus ab und an mal heftigere Diskussionen auftauchen, wo man von Höckschen auf Stöckschen kommt, wird sich nie verhindern lassen. Wobei das sicherlich auch daran liegen mag, dass man unbegrenzte "Redezeit" hat. Wink

Aber dann......

Zitat:Wenn die Organisation der Meinung ist, dass ein interessiertes neues Mitglied nicht zu ihr passt, dann hat der Interessent keine Möglichkeit, und darf sie auch nicht bekommen, gegen den Willen der Organisation die Mitgliedschaft zu erzwingen. Und wenn ich sage "die Organisation", dann ist das im Falle der OIK vorrangig das mit der Wahrnehmung der Interessen der Mitglieder beauftragte Direktorium.

... sprichst du einen wunden Punkt an, der in den letzten Tagen hier sehr kontrovers und mit sehr viel Leidenschaft diskutiert wurde: Die Entscheidungsbefugnisse des Direktoriums. Sie fußen ja, wie du sagst, auf ihrer persönlichen Meinung, denn woher sollen sie definitiv und objektiv wissen, wer oder was zu dieser Gemeinschaft passt? Natürlich hat man als "alter Hase" ein Gefühl dafür, unabhängig von seiner eigenen Meinung, behaupte ich jedenfalls mal einfach so. Doch es gibt immer noch Delegierte und andere OIK-Interessierte, die die Ansicht vertreten, dass man stur nach Regelwerk vorzugehen hat, welches meiner Meinung zwar sehr viel Spielraum lässt, aber anscheinend "sehen" andere nicht so viel wie ich.

Wie denkst du, soll man damit umgehen? Wie würdest oder wirst du im Falle deiner Wahl damit umgehen?
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#3
Zitat:Original von Attila Saxburger
Nun dann möchte ich hier auch darlegen, weshalb ich hier wieder kandidiere und mich natürlich auch den Fragen der Delegierten stellen.

Viele Delegierte werden mich noch von .....

Bist du gscheit, wenn ich mal Zeit hab les ich das. Big Grin

Ich wähl den mit dem kürzesten Statement. 8)
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#4
Ganz kann ich Dir nicht zustimmen, Carmen. Das "zur Organisation passen oder nicht" bezieht sich auf die Einhaltung der Kriterien, welche sich die Organisation mit dem Regelwerk selbst gegeben hat. Allzu viel Spielraum lässt das Regelwerk nicht zu. Viele Bestimmungen, wie z.B. Fristen, Termine oder Existenz- und Benachrichtigungsnachweise, sind recht eindeutig und lassen so gut wie keine Interpretation zu. Bei einigen wenigen, wie z.B. der "nachweislichen inneren Aktivität" oder den immer wieder für Streit prädestinierten Vetorechten ist dann doch der gesunde Menschenverstand des Bewerters oder Entscheiders gefragt. Und eben diesen gesunden Menschenverstand sollten, ja müssen die Mitglieder denjenigen zubilligen, denen Sie zeitbegrenzt den Auftrag erteilen, ihre Interessen wahrzunehmen und zu die darüber zu befinden haben, ob die von der Gemeinschaft festgelegten Kriterien erfüllt sind. Und wenn das Direktorium gewählt ist, müssen sich nunmal diejenigen Mitglieder, welche den Gewählten ihre Stimme nicht gegeben haben damit abfinden, dass sich ihre Auffassung nicht durchsetzen konnte. Das ist nunmal das Wesen der Demokratie.

Die Geschäftsordnung der OIK in der aktuellen Fassung überträgt dem Direktorium Entscheidungsbefugnisse und damit aber auch Verantwortung. Und zwar Verantwortung die Interessen der Mitglieder zu wahren. Und das finde ich gut und richtig so, denn so bleibt die Organisation handlungsfähig.

Dass "im Hause OIK" immer mal wieder leidenschaftlich, kontrovers, ja teilweise heftig diskutiert wird, ist schon fast ein Markenzeichen der OIK. Auch dass ist gut so, solange die Grenzen des guten Geschmacks (und natürlich die gesetzlichen Grenzen) nicht überschritten werden. Da habe ich eine sehr weit gehende Toleranzgrenze und sehe nicht unbedingt immer gleich Handlungsbedarf beim Direktorium. Wenn man sich die wellenförmig immer wieder mal auftauchenden "Diskussionsschübe" mal so anschaut, haben sich diese meist nach einem Strum im Wasserglas in Wohlgefallen aufgelöst oder haben in einzelnen Fällen zu konstruktiven Änderungsvorschlägen an Regelwerk oder Geschäftsordnung geführt.

Unabhängig davon ging und geht das laufende Geschäft der Kartenpflege, also die grundsätzliche Aufgabe der OIK, fast unbeeinflusst weiter und Anträge wurden ordnungsgemäß angearbeitet. Und das ist für mich viel wichtiger. Das Funktionieren der Organisation muss gewährleistet sein. Und wenn wir ehrlich sind, ist es das bis auf ganz wenige Ausnahmen auch immer gewesen, sooft man die OIK wegen ihrer Diskutiererei, ja manchmal auch Streiterei schon für tot oder gescheitert erklärt hat.

Also, das Regelwerk soll die Grundlage des Handelns aller Organe der OIK und damit auch des Direktoriums sein und bleiben. Die zu intepretierenden oder eine Bewertung erfordernden Bestimmungen sollen dabei von kompetenten und vertrauenswürdigen Direktoriumsmitgliedern umgesetzt werden. Und die Entscheidungsbefugnisse der Direktoren sollten nicht ohne Not eingeschränkt weden, damit die Organisation handlungs- und entscheidungsfähig bleibt.

Ich bleibe weiterhin bei der Meinung, dass das Regelwerk und die Geschäftsordnung innerorganisatorische Bestimmungen sind. Deren Interpretation und Auslegung im eigenen Sinne, ja sogar deren Anwendung zu eigenen Gunsten dürfen auch zukünftig nicht von einem Nichtmitglied, also einem Antragsteller gegen die Entscheidungen des Direktoriums durchgeboxt werden können.
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#5
Und hier für Herrn Freebush und andere Lesefaule die (so in etwa) Kurzform:
- Regelwerk bleibt mit enger Auslegung weiter Grundlage des Handelns
- diskutiert werden kann weiterhin nach Herzenslust, solange der Geschäftsbetrieb nicht gestört wird
- kein zusätzliches Entscheidungs- oder Revisionsorgan

knapp genug?
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#6
Wunderbar
Sie sind in meiner Gunst sehr gestiegen Wink

Auch mit diesen 3 Punkten kann ich gut leben.
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#7
Zitat:Original von Attila Saxburger
Ganz kann ich Dir nicht zustimmen, Carmen. Das "zur Organisation passen oder nicht" bezieht sich auf die Einhaltung der Kriterien, welche sich die Organisation mit dem Regelwerk selbst gegeben hat.

Da haben wir uns missverstanden. Mir geht es nicht darum ob ein "Neuer" zur Organisation, also dem Direktorium passt. Das ist für mich sowieso völlig undiskutabel darüber nachzudenken. Wink Ich hatte es so verstanden, dass du meinst, dass der Antragsteller zur Gemeinschaft passt. Aber da habe ich mich wohl "verhört". Wink
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#8
Herr Saxburger, Sie haben die Stimme Futunas.
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#9
Zitat:Original von Faantir Gried
Herr Saxburger, Sie haben die Stimme Futunas.
8o Hab' ich was falsch gemacht? Big Grin

Aber danke für das Vertrauen.
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#10
- Regelwerk bleibt mit enger Auslegung weiter Grundlage des Handelns
- diskutiert werden kann weiterhin nach Herzenslust, solange der Geschäftsbetrieb nicht gestört wird
- kein zusätzliches Entscheidungs- oder Revisionsorgan

Sehr Knapp..
"- diskutiert werden kann weiterhin nach Herzenslust, solange der Geschäftsbetrieb nicht gestört wird"
Das ist zwar schön gesagt aber nicht sehr sachlich und an die Realität vorbei..es haben hier viele Diskusion statt gefunden ,manche schön ,manche unschön ,viele Indertat irritierend und oft sehr unsachlich aber der Geschäftsbetrieb wurde nie ,auf sich, verstört oder abgebrochen.
Unter Geschäftsbetrieb verstehe ich die Grundarbeit der Organistion ,Anträge annehmen, Verarbeiten , Kartenpflege etc.

Wann wirt ,nach ihre Meinung also ,der Punkt erreicht das eine Diskusion tatsächlich ,also nicht scheinbar, der Geschäftsbetrieb stört
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