28.11.2006, 15:24
*meld* 
Zumindest dein Rüstungsetat-Beispiel kann ich entkräften, das lässt sich in der vWHO nämlch durchaus umsetzen bzw. wird demnächst umgesetzt.
Aber zurück zum ernsten Teil: Deine Reduktion von "Pädagogik" auf den Schulunterricht ist ja wohl um einiges zu kurz gegriffen. Als wäre die Schule der einzige Ort von Bildung und Erziehung. Ich würde behaupten, der Anteil, den der Unterricht an Einfluss auf den Heranwachsenden ausübt, ist marginal. Da erachte ich die soziale Komponente des Schulbesuches schon als wesentlich entscheidender. Nur wird auf die kaum Einfluss genommen. Gruppenarbeiten könnten zur Verbesserung des Klassenklimas beitragen und dadurch auch die Lernsituation verbessern, werden aber kaum durchgeführt - zum Teil auch, weil der behandelte Stoff diese Möglichkeit nicht zulässt.
MNs könnten diese Lücke durchaus ausfüllen. Man muss das Ganze ja auch nicht aufs Internet beschränkt sehen, eine MN lässt sich genauso gut als Diskussionsrunde in einem Klassenzimmer etablieren.
Natürlich geht das Ganze nicht ohne gewisse Modifikationen ab. Aber wir reden hier von einem Grundpotential und das ist, da gebe ich Nara vollkommen recht, durchaus vorhanden.
Um mit etwas Polemik abzuschließen: Als Pädagogenkind und jemandem, der sich gezwungenermaßen immer noch mit dem Thema beschäftigen muss (wenn auch nur im Rahmen der pädagogischen Psychologie, aber das ist schon schlimm genug), kann ich nur jedem raten, sich von allem, was das Prädikat "pädagogisch wertvoll" trägt, möglichst fern zu halten. Niemand hat weniger Ahnung von der Individualentwicklung von Kindern und Jugendlichen als Pädagogen.

Zumindest dein Rüstungsetat-Beispiel kann ich entkräften, das lässt sich in der vWHO nämlch durchaus umsetzen bzw. wird demnächst umgesetzt.
Aber zurück zum ernsten Teil: Deine Reduktion von "Pädagogik" auf den Schulunterricht ist ja wohl um einiges zu kurz gegriffen. Als wäre die Schule der einzige Ort von Bildung und Erziehung. Ich würde behaupten, der Anteil, den der Unterricht an Einfluss auf den Heranwachsenden ausübt, ist marginal. Da erachte ich die soziale Komponente des Schulbesuches schon als wesentlich entscheidender. Nur wird auf die kaum Einfluss genommen. Gruppenarbeiten könnten zur Verbesserung des Klassenklimas beitragen und dadurch auch die Lernsituation verbessern, werden aber kaum durchgeführt - zum Teil auch, weil der behandelte Stoff diese Möglichkeit nicht zulässt.
MNs könnten diese Lücke durchaus ausfüllen. Man muss das Ganze ja auch nicht aufs Internet beschränkt sehen, eine MN lässt sich genauso gut als Diskussionsrunde in einem Klassenzimmer etablieren.
Natürlich geht das Ganze nicht ohne gewisse Modifikationen ab. Aber wir reden hier von einem Grundpotential und das ist, da gebe ich Nara vollkommen recht, durchaus vorhanden.
Um mit etwas Polemik abzuschließen: Als Pädagogenkind und jemandem, der sich gezwungenermaßen immer noch mit dem Thema beschäftigen muss (wenn auch nur im Rahmen der pädagogischen Psychologie, aber das ist schon schlimm genug), kann ich nur jedem raten, sich von allem, was das Prädikat "pädagogisch wertvoll" trägt, möglichst fern zu halten. Niemand hat weniger Ahnung von der Individualentwicklung von Kindern und Jugendlichen als Pädagogen.

