13.08.2014, 18:34
Zitat:Original von Kaiser Veuxin II.
Das erscheint mir wiederum widersinnig. Sinn der Wahl sollte doch sein, einen Kandidaten zu finden, auf den sich alle möglichst einigen können, also einen Konsenskandidaten, und nicht auf Gedeih und Verderb eine Kampfabstimmung herbeizuführen.
Da jetzt noch Merkel reinzuwurschteln, finde ich etwas unglücklich.
Allein die Wortwahl verrät die dahinterstehende Denkweise. Eine Abstimmung mit mehreren Kandidaten ist immer eine "Kampfabstimmung". Eine Wahl besteht ja gerade in der Auswahl von Alternativen - und nicht in der Bestätigung, dass alle alle lieb haben und gerne schmusen. Außerdem: ein Kandidat, der die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht, ist ja wohl offenbar Konsens genug, oder nicht?
Meines Erachtens sollte eine interµnationale Organisation wie die OIK von einem Direktorium geleitet werden, dessen Legitimation über 26% hinaus reicht. Gerade bei mehreren Kandidaten führt das derzeitige Wahlsystem, wie zuletzt gesehen, nicht nur zu Auslegungsproblemen, sondern auch zu grundsätzlichen Problemen in der demokratischen Struktur.
Sicher, man könnte alles so lassen wie es ist und/oder die "Mehrheit" bei Wahlen eben als relative klar definieren. Ob das allerdings der Weisheit letzter Schluss ist, sei mal dahingestellt.

