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Lob
#81
Was "ideologisch verklärt" ist, das liegt doch stark im Auge des Betrachters. Daß die Ausrüstung der Bundeswehr den Einsätzen kaum angemessen ist, das ist kein Geheimnis, ebenso wie die Tatsache, daß die Schlüsseleinheiten der "neuen" Bundeswehr erst in einigen Jahren verfügbar sein werden - aber darum geht es nicht. Es geht nicht um den konkreten Einsatz, sondern die Tatsache, daß sich die Bundeswehr auf Auslandseinsätze einläßt an sich.

Von diesem Thema abgesehen wäre übrigens hocherfreut, wenn Sie mir auch nur einen einzigen sinnvollen Vorschlag der SED, ganz gleich ob auf Bundes- oder Landesebene präsentieren könnten. Die schiere Behauptung, daß diese Partei das kleinste Übel sei schreit geradezu nach einer Begründung.
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#82
Vielleicht die Wahl der Linken als eine Aufforderung an die SPD, sich wieder auf ihren linken Flügel zu besinnen.
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#83
Genau so wie das gute Ergebnis der FDP 2005 wahrscheinlich ein Signal an die CDU war, sich mal wieder auf ihr eigentliches Programm zu konzentrieren anstatt der SPD hinterherzurennen. Es hat ja leider nicht gewirkt.
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#84
Zitat:Original von Hermann zu Grimmberg
Daß die Ausrüstung der Bundeswehr den Einsätzen kaum angemessen ist, das ist kein Geheimnis,

Na ja.

Also man darf ja mal nicht vergessen, dass die Diskussion zumindest überwiegend geführt wird, weil sie von der Ausrüsterlobby (dazu gehören ja nicht nur Rüstungsunternehmen) und von der Bundeswehr gewollt ist.

Freilich: Zu kleine Zelte müssen nicht sein und jeder, der beim Bund war oder jemanden kennt, der dort war, kennt abenteuerliche Anekdoten über mangelhafte Ausrüstung oder Schildbürgerstreiche bei der Beschaffung oder Instandhaltung.

Letztlich gelingt es der Bundeswehr aber doch, ihre Auslandseinsätze angemessen zu bestreiten mit der bestehenden Ausrüstung. Die Einsätze am Horn von Afrika und vor dem Libanon kranken nicht an der Ausrüstung, sondern an Restriktionen der politischen Mandate.

Die ISAF-Mission in Nordafghanistan läuft ordentlich, der jüngste Anschlag wäre auch mit schwerer gepanzerten Fahrzeugen nicht zu verhindern gewesen (wenn man nicht mit mindestens mittelschweren Panzern Patroullie fahren will). Und an der Geeignetheit der Tornados, die dort aufklären sollen, gibt es zwar wohl nicht ganz unberechtigte Zweifel, sie sind aber eben noch das beste, was die NATO für den Zweck verfügbar hat und besser als nichts allemal.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn deutsche Soldaten hier in verschimmelten Kasernen und im Ausland in zu kleinen Zelten wohnen müssen. Die beliebte Darstellung, die Bundeswehr wäre eine veraltete und einsatzunfähige Witzarmee, stimmt aber eben auch nicht.

Die Mängel machen aber auch deutlich: Die Bundeswehr braucht das Geld, das in der Wehrpflicht verpufft, um eine kleinere, aber besser, moderner und zweckorientierter ausgestattete Truppe zu bezahlen. Es gab und gibt gute Gründe für eine Wehrpflichtarmee, aber mit der Erkenntnis, jeden Euro (den der Staat eigentlich sowieso nicht hat) nur einmal ausgeben zu können, kann m.E. eine größere Bundeswehrreform nur mit Abschaffung der Wehrpflicht gelingen.
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#85
Zitat:Original von Nr.1
Zitat:Original von Marcus Annius Grachus
Ich will meinen Ludwig Erhard wiederhaben...kann man ihn klonen?

Ich kanns versuchen. Möglicherweise hätte der Klon dann aber Flossen.


Auch nicht schlimm...Hauptsache, sein Verstand wird nicht verwässert.... 8)
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#86
Die Wehrpflicht wird zuweilen mit dem Argument aufrechterhalten, sie führe zur besseren Identifikation der Bürger mit der Bundeswehr. Allerdings denke ich mal, wären da Werbekampagnen billiger.
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#87
Ob nun Linkspartei, FDP oder CDU/SPD, ich finde das was fehlt ist die Zusammenarbeit zwischen den Parteien.
Die deutsche Oppositionspolitik war schon immer eine der Totalblockade und das ist an sich sehr traurig.
Ich habe mehr Respekt vor jemanden der sich für die FDP engagiert als für jemanden der Meckert. Ich habe ausserdem mehr Respekt vor Menschen die FDP wählen als vor Leuten die es aus Faulheit oder anderen nichtigen Gründen ganu sein lassen.
Und dabei ist die FDP so ziemlich die letzte Partei die ich je wählen würde Wink (Von der DVU den REP und so weiter spreche ich gar nicht erst).

Was mich indes schaudern lässt ist das Öffnen von Briefen und Packeten sowie Übungen der Bundeswehr für Inlandseinsätze.
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#88
Das war von den Besatzern nach dem Krieg so gewollt. Große Entscheidungen sollten imn Deutschland nicht mehr einfach durchzubringen sein. Dies war grundgesetzlich angedacht bis zu einem Zeitpunkt, da sich Deutschland wieder vereinigt. Dann war die Schaffung eines neuen Grundgesetzes/Verfassung angedacht. Kohl & Co haben das verhindert und die Beibehaltung des BRD-GG durchgesetzt.
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#89
Eben, im Grunde wurde nicht vereinigt sondern annektiert.
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#90
Es wurde vereinigt, beide Seiten stimmten darin überein.
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