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[Diskussion]Kartenprojektion
#11
Zustimmung auch von mir/uns.
#12
Zitat:Original von Marcus Flavius Celtillus
Nein wirklich: Schöne Idee und wir sollten sie auch ausführen. Die OIK hat damit ein grösseres Gewicht bei den Verhandlungen mit der CartA. Und ja: Sollten beide Welten EINS werden, so würde ich mich sehr freuen.

Geht doch gar nicht, dann geht die OIK zurück an die UVNO. Wink

Aber auch im Hinblick auf meine Fragen im anderen Thread: Wäre es denn möglich, uns zumindest grob zu zeigen, wie das künftig aussehen könnte? Ich kaufe ungerne die Katze im Sack, auch wenn die Gefahren bei diesem Zeichner wohl nicht allzugroß sein dürften.
#13
Können andere das dann auch so ohne Probleme weiterführen? Nicht, dass uns mal dieser Zeichner abhanden kommt und wir dann blöd aus der Wäsche gucken.
#14
@Ernst: Klar. Das hier ist mal eine quick’n’dirty-Ausgabe aus meinem GIS-Programm und deshalb etwas unschön, aber es hilft vielleicht bei der Vorstellung. Zu sehen sind jetzt lauter georeferenzierte Punkte, d.h. ich könnte diese Daten jetzt in jeder beliebigen Projektion anzeigen lassen, in anderen GIS-Programmen weiterverarbeiten, mit weiteren Daten (Flüssen, Städten, etc.), die ich entweder selbst erstelle oder von anderen bekomme, vereinen, das ganze in ein WebGIS (wie Google Maps oder Openstreetmap) packen, dort interaktiv bearbeiten, etc.

Und dass die Daten dann georeferenziert sind, ist auch der große Vorteil an der Sache. So könntest Du jetzt alle Städte Korlands eintragen und georeferenziert zum Download zur Verfügung stellen, und ich könnte sie gleich in die Karte einbinden, und Raistlin könnte alle Städte Tirs eintragen und ich könnte sie ebenfalls gleich einbinden. Und aus den Punkten ließe sich sehr einfach die korrekte Entfernung zwischen etwa Stadt A in Korland und Stadt B in Tir berechnen.

Das ganze ist ziemlich einfach und entsprechende Software gibt es (auch kostenlos) wie Sand am Meer; ich würde dann natürlich auch einige Tutorials erstellen (oder auf gute verweisen).

Im Grunde würden wir damit auf der OIK den Schritt vollziehen, der IRL schon vor etwa dreißig Jahren stattfand; nämlich weg von Karten, die eigentlich nur Bilder sind und vom Menschen in einem kognitiven Akt verarbeitet werden, hin zu Sammlungen georeferenzierter Daten, die vom PC interpretiert werden können.

@Raistlin: Ja. Im schlimmsten Fall einfach mit der SVG-Datei, die es natürlich weiterhin geben wird; im besten Fall per GIS-Programm. (Wie erwähnt werde ich entsprechende Tutorials zur Verfügung stellen.) Da es entsprechende Web-Applikationen gibt, wäre es sogar möglich, die Karte ähnlich Openstreetmap im Browser zu editieren; hin zu dem Punkt, dass Bürger Städte, Straßen, Gebäude, Wälder, etc. einzeichnen können. Aber das ist zu diesem Zeitpunkt natürlich noch Zukunftsmusik.
#15
Also mich hat er überzeugt.
#16
Danke. =)
#17
Danke für das Anschauungsmaterial.

Prinzipielle Einwände hätte ich nicht. Der einzige Kritikpunkt wäre aus meiner Sicht die riesigen völlig leeren Ozeane um die Landmassen herum. Wobei mir natürlich klar ist, daß das nicht anders geht, ohne die Karte umzugestalten. Aber ohne eine gewisse Anpassung (etwa durch Neuanordnung) fände ich es fast besser, erst mal alles beim Alten zu lassen.

Man könnte da vieleicht etwas Ähnliches (ohne allerdings gleich Kontinente zu verschmelzen) erwägen:

[Bild: welt_politisch9zd5a.png]
#18
Wäre es nicht sinnvoll alle Möglichkeiten einer Fusionskarte auszuschöpfen und dann gemeinsam ein derartiges Großprojekt zu stemmen?
#19
Ich möchte zu bedenken geben dass die derzeitige OIK Karte zwar keine realistische Kugelprojektion darstellt im Kontext eines Spiels (und nichts anderes ist das hier letztlich) aber sehr viel "benutzerfreundlicher" ist.

Entfernungen zwischen zwei Punkten können einfach über den Satz des Pythagoras bestimmt werden (auf einer Kugelprojektion müssten die Koordinaten im Gradnetz bestimmt und dann die Länge des Kreisbogens entlang der Oberfläche zwischen beiden berechnet werden).

Flächen können durch einfaches Pixelzählen bestimmt werden (das scheitert in einer Kugelprojektion daran dass ein Pixel an unterschiedlichen Stellen der Karte eine unterschiedliche Fläche repräsentiert).

Um eine Detailkarte eines einzelnen Planquadrats oder einer Gruppe von Planquadraten anzufertigen kann immer eine Ausschnittsvergrößerung der OIK-Karte als Grundlage benutzt werden (bei einer Kugelprojektion gibt es immer ortsabhängige Verzerrungen die erstmal ausgeglichen werden müssten).

Ich muss ehrlich sagen, persönlich finde ich es bequemer unter "willing suspension of disbelief" eine Karte zu verwenden die unrealistisch ist auf der ich aber, wann immer ich mal Detailinformationen für eine Sim brauche, diese in 5 Minuten auslesen kann, als eine Karte die zwar hübsch und professionell aussieht aber von mir verlangt jedesmal mein Wissen in nichteuklidischer Geometrie aufzufrischen wenn ich nur mal eben wissen möchte wie viele Seemeilen zwischen dem alten Seereich und den Inseln des IL liegen.
#20
Zitat:Original von Ernst Willun
Danke für das Anschauungsmaterial.

Prinzipielle Einwände hätte ich nicht. Der einzige Kritikpunkt wäre aus meiner Sicht die riesigen völlig leeren Ozeane um die Landmassen herum. Wobei mir natürlich klar ist, daß das nicht anders geht, ohne die Karte umzugestalten. Aber ohne eine gewisse Anpassung (etwa durch Neuanordnung) fände ich es fast besser, erst mal alles beim Alten zu lassen.

Das Problem der leeren Ozeane lässt sich recht einfach dadurch beheben, dass man nur einen Kartenausschnitt veröffentlicht (der sogar die gleichen Proportionen haben kann wie die bisherige Karte – einziger Unterschied wäre dann ein zusätzliches Gradnetz zum Quadrantennetz).

Zitat:Man könnte da vieleicht etwas Ähnliches (ohne allerdings gleich Kontinente zu verschmelzen) erwägen:

[Bild: welt_politisch9zd5a.png]

Prinzipiell denkbar, wobei ich dazu erwähnen muss, dass bei dieser Karte die Kontinente vergrößert wurden, was die Flächentreue im Vergleich zur derzeitigen Karte der OIK über den Haufen werfen würde.

Zitat:Original von Richard von Rüdenberg
Wäre es nicht sinnvoll alle Möglichkeiten einer Fusionskarte auszuschöpfen und dann gemeinsam ein derartiges Großprojekt zu stemmen?

Das war ursprünglich mal mein Gedanke, aufgrund der bestenfalls verhaltenen Reaktionen seitens der CartA-Staaten, was eine Fusion anbelangt, habe ich diesen jedoch vorerst wieder verworfen. Allerdings ist östlich und westlich der OIK noch viel Platz für CartA-Kontinente. (Zwar nicht so viel, wie benötigt würde, um sie unverändert zu übernehmen, aber das gilt auch für die OIK-Kontinente, und die sind nun schon reichlich kompakt. Sie nehmen derzeit etwa 40 % der Ost-West-Ausdehnung ein; 60 % stünden also noch zur Verfügung.)

Zitat:Original von Erica Simmons
Ich möchte zu bedenken geben dass die derzeitige OIK Karte zwar keine realistische Kugelprojektion darstellt im Kontext eines Spiels (und nichts anderes ist das hier letztlich) aber sehr viel "benutzerfreundlicher" ist.

Richtig, aber dann bitte ich um einen entsprechenden Beschluss, der die Kugelform der OIK-Welt wieder rückgängig macht. Kugelform ohne Projektion ist Schwachfug.

Zitat:Entfernungen zwischen zwei Punkten können einfach über den Satz des Pythagoras bestimmt werden (auf einer Kugelprojektion müssten die Koordinaten im Gradnetz bestimmt und dann die Länge des Kreisbogens entlang der Oberfläche zwischen beiden berechnet werden).

Ja, oder man verwendet ein GIS-Programm (oder ein WebGIS), klickt seine zwei Punkte an, und erhält die Strecke. Wink

EDIT: Alternativ kann man mit recht geringem Fehler auch weiter auf der Karte messen. Ich habe gerade mal die gleiche Strecke (Insel vor Turanien bis Judäa, also ca. die weiteste Strecke, die man auf der OIK findet) sowohl im GIS-Programm als auch per Inkscape ausgemessen, mit folgenden Ergebnissen:
GIS-Programm: 13.368 km²
Inkscape: 16.008 km²
Der Fehler beträgt also etwa 20%. Bei Strecken, die kürzer sind (und das dürften so gut wie alle sein), sinkt der Fehler naturgemäß rapide ab. Die Genauigkeit dürfte für die meisten Anwendungsfälle also selbst bei pythagoräischem Abmessen ausreichen.

Zitat:Flächen können durch einfaches Pixelzählen bestimmt werden (das scheitert in einer Kugelprojektion daran dass ein Pixel an unterschiedlichen Stellen der Karte eine unterschiedliche Fläche repräsentiert).

Es handelt sich bei Eckert IV um eine flächentreue Projektion, d.h. Flächen können weiterhin durch einfaches Pixelzählen bestimmt werden. Oder man verwendet wieder ein GIS-Programm (oder ein WebGIS), klickt die entsprechende Fläche an, und erhält ihr Ausmaß.

Zitat:Um eine Detailkarte eines einzelnen Planquadrats oder einer Gruppe von Planquadraten anzufertigen kann immer eine Ausschnittsvergrößerung der OIK-Karte als Grundlage benutzt werden (bei einer Kugelprojektion gibt es immer ortsabhängige Verzerrungen die erstmal ausgeglichen werden müssten).

Müssten, wenn man hohe kartographische Maßstäbe anlegen würde. Viele wären überrascht, wie viele Atlanten (!) darauf verzichten, für jede Karte die optimale Projektion zu wählen, sondern praktisch nur Ausschnitte ihrer Weltkarte für die Detailkarten verwenden.

Zitat:Ich muss ehrlich sagen, persönlich finde ich es bequemer unter "willing suspension of disbelief" eine Karte zu verwenden die unrealistisch ist auf der ich aber, wann immer ich mal Detailinformationen für eine Sim brauche, diese in 5 Minuten auslesen kann, als eine Karte die zwar hübsch und professionell aussieht aber von mir verlangt jedesmal mein Wissen in nichteuklidischer Geometrie aufzufrischen wenn ich nur mal eben wissen möchte wie viele Seemeilen zwischen dem alten Seereich und den Inseln des IL liegen.

Also, in fünf Minuten kann man sowohl Flächen als auch Entfernungen sowohl per GIS-Programm als auch per WebGIS locker auslesen. Ich wage mal zu behaupten, man schafft es sogar in unter einer Minute, und das inklusive Programmstart oder URL-Eingabe. Tongue


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