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Aktivität der MNs und die Gründe
#41
Zitat:Original von Nr.1
Wenn man MNs so umgestaltet, daß sie realistisch komplex sind, daß wirkliche RL-Experten daran teilnehmen, daß man die OIK und GF aufgelöst hat und sie alle dem: http://www.sagsaga.org/page10-400.html entsprechen, sind sie keine MNs mehr, sondern Planspiele.

Zitat:Wir verwenden den Überbegriff "Planspielmethoden" für zahlreiche erfahrungsorientierte Lernformen wie z.B. Rollenspiele, Improvisationen, Unternehmenstheater, Teamübungen, Lernspiele, Computersimulationen, und (Unternehmens-)Planspiele im engeren Sinne.

Was spricht dagegen Mns unter den Begriff Planspiel zu fassen?
Wer sagt, daß man dafür wirkliche Experten braucht? Ab wann ist man denn wirklicher Experte? Ich bin Politologe - reicht das?

In Planspielen geht es auch nicht unbedingt um Realismus oder Komplexität (im Gegenteil oft geht es um Reduktion der Komplexität, weil man diese nicht erfassen kann). Man kann in Planspielen auch unrealistische Randlösungen untersuchen.

Der Unterschied ist, daß Mns nicht in erster Linie aus (wissenschaftlicher) Erkenntnisabsicht betrieben werden, sondern nur aus Spaß.
Der Rest dieser Methodenbeschreibung trifft (mal mehr, mal weniger) auf Mikronationen zu.
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#42
Zitat:Original von Nara
[quote]
Wir verwenden den Überbegriff "Planspielmethoden" für zahlreiche erfahrungsorientierte Lernformen wie z.B. Rollenspiele, Improvisationen, Unternehmenstheater, Teamübungen, Lernspiele, Computersimulationen, und (Unternehmens-)Planspiele im engeren Sinne.

Mikronationen sind keine Lernform. Natürlich lernt man dabei, der Mensch lernt permanent. Man lernt auch beim Waldspaziergang, trotzdem ist auch das keine Lernform. Ich glaube nicht, das eine der OIK oder GF MNs eine Chance hätten, bei SAGSAGA als Planspiel ohne gravierende Abänderung aufgenommen zu werden, schon gar nicht, wenn man eine Sparte "Simulation unrealistischer Randlösungen" vorschlägt. Eben weil MNs nur aus Jux gespielt werden. Ich denke spontan daran, wie Kriegsangriffe von Admins gelöscht oder Terroranschläge unterbunden werden. Es gibt keine Variablen für Zufriedenheit des Staatsvolkes. Spaß ist in Planspielen ein Nebeneffekt, nicht das Ziel. MNs fallen dadurch aus dem Planspiel heraus, daß sie alles - auch den pädagogischen Wert - dem Spaß unterordnen. WiSims werden z.B. so gestaltet, daß es Spaß macht. Einfach zu bedienende WiSims werden komplizierten vorgezogen. Dinge, die zum Verstehen tatsächlicher politischer Wirkmechanismen nötig sind, werden abgestellt, sobald sie den Funfaktor senken. MN sind Spiel. Browserspiele wie OGame oder Piratenkriege haben mehr Nutzen fürs Gehirn, beanspruchen mehr Ariale, Logik, Mathematik, räumliches Vorstellungsvermögen, Menschenkenntnis, um seine gegner zu Bluffen, ein wenig soziale Kompetenz innerhalb der Klans. Was MN evtl. leisten, ist die Fähigkeit, ganze Sätze zu schreiben und sich mit Bürokratenformulierungen auseinanderzusetzen.

Zitat:Original von NaraAb wann ist man denn wirklicher Experte? Ich bin Politologe - reicht das?

Nein. Aber du kannst als Politologe ja einmal den Wert von Mikronationen für den politischen Unterricht untersuchen. Wäre gespannt darauf.

Zitat:Original von NaraIn Planspielen geht es auch nicht unbedingt um Realismus oder Komplexität (im Gegenteil oft geht es um Reduktion der Komplexität, weil man diese nicht erfassen kann).

Komplexität ist schwer vermittelbar. Darum reduziert man sie zu Lernzwecken auf ein noch überschaubares Maß, um Lerneffekte auszulösen. Reduziert man sie zu stark, kann man nichts vermitteln. Letztlich geht es bei Planspielen schon darum, Realismus und Komplexität zu vermitteln. Ich wäre nicht dafür, dass sich eine Lernform, die sich zum Ziel gesetzt hat, unrealistisches und unkomplexes (Hexenmagie wäre so etwas), als pädagogisches Konzept in unsere Schulklassen einschleicht.
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#43
Wer sagt eigentlich, dass auch nur eine MN bei diesem Sagwas mitmachen will?

Wir können zum Thema Bildung in den MNs ja mal den großen MN-Pisatest machen. Wollt ich schon immer mal^^
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#44
Ja sicher, hier gibt es überaupt keine radikalen Ideologien ... nein, ganz bestimmt nicht, ich muß mich vertan haben ... mon dieu! Da sollte man mal einen Blick in Staaten à la VKL werfen - denn das besondere an jenen Staaten ist, daß die Leute dort das, was sie predigen, auch noch selber glauben. Und bitte, nun komme man mir nicht dem üblichen Sermon des "selbständigen Denkens" und der "kritischen Betrachtung" - jeder Marxist hält sich für unglaublich "kritisch", dabei merkt er meistens nicht, daß nur die üblichen Parolen nachplappert oder seine eigenen Parolen aus diesen deduziert. Der Linkstrend in Deutschland ist unverkennbar - es ist halt "en vogue", "in", modern: und gerade in den MNs sammelt sich der linksradikale Plebs wie sonst nur im Asta oder U-Asta.

Wenn ich allein schon sehe, wie sich Hyperdilettanten (Sie haben immer noch nicht begriffen, wie ich diesen Terminus verwende, Madame Levin? Denken Sie nochmal darüber nach) à la Brandt aus Cordanien damit brüsten, noch linker als jemand anderes zu sein, dann fällt mir immer nur wieder ein: "Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch." (Mt. 6, 27)

I.b.: Mit einigen MNs sollte sich der Verfassungsschutz mal befassen.
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#45
Zitat:Original von Nr.1
Mikronationen sind keine Lernform.
Sagt wer?
Sie werden nicht als Lernform eingesetzt, d.h. aber nicht das sie nicht entsprechendes Potential hätten. Übrigens wird unter "Problemlösen" schon eine Lernform verstanden und mindestens das trifft auf eine Mn zu.

Zitat:Ich glaube nicht, das eine der OIK oder GF MNs eine Chance hätten, bei SAGSAGA als Planspiel ohne gravierende Abänderung aufgenommen zu werden, schon gar nicht, wenn man eine Sparte "Simulation unrealistischer Randlösungen" vorschlägt.
Hat ja auch niemand vor und SAGSAGA hat auch nicht die Definitionsmacht darüber, was ein Planspiel ist und was nicht. Eine Mn erfüllt jedoch die dort genannten Aspekte: es gibt ein komplexes Problem, welches von mehreren Personen gelöst werden soll.
Die Untersuchung von Randlösungen ist in den Wirtschaftswissenschaften z.B. normal.

Zitat:Ich denke spontan daran, wie Kriegsangriffe von Admins gelöscht oder Terroranschläge unterbunden werden. Es gibt keine Variablen für Zufriedenheit des Staatsvolkes.
Das Staatsvolk (Mitspieler) ist unzufrieden, wenn es den Staat verläßt. Auch der Eingriff des Admins/Spielleiters ist doch in Planspielen nicht anders. Wenn die Situationsparameter von den Mitspielern geändert werden, wird eingegriffen.

Zitat:Spaß ist in Planspielen ein Nebeneffekt, nicht das Ziel. MNs fallen dadurch aus dem Planspiel heraus, daß sie alles - auch den pädagogischen Wert - dem Spaß unterordnen. WiSims werden z.B. so gestaltet, daß es Spaß macht. Einfach zu bedienende WiSims werden komplizierten vorgezogen. Dinge, die zum Verstehen tatsächlicher politischer Wirkmechanismen nötig sind, werden abgestellt, sobald sie den Funfaktor senken. MN sind Spiel. Browserspiele wie OGame oder Piratenkriege haben mehr Nutzen fürs Gehirn, beanspruchen mehr Ariale, Logik, Mathematik, räumliches Vorstellungsvermögen, Menschenkenntnis, um seine gegner zu Bluffen, ein wenig soziale Kompetenz innerhalb der Klans. Was MN evtl. leisten, ist die Fähigkeit, ganze Sätze zu schreiben und sich mit Bürokratenformulierungen auseinanderzusetzen.
Sag ich ja, daß es den MNs vorrangig um Spaß geht, doch dem wird nicht grundsätzlich alles untergeordnet. Dies ist sicherlich auch in den Mns verschieden. Für manche ist ein gewisses Maß an Realitätsbezug wichtiger als der Spaß. Die OIK ist nicht immer spaßig, dennoch wird nicht einfach geändert. Eine einfach zu bedienende WiSim wird natürlich immer vorgezogen Smile. Mir wäre jedoch eine möglichst komplexe und "realistische" WiSim weitaus lieber (ich hätte mehr Spaß) als ein einfaches Kontensystem oder die vWHO (die macht keinen Spaß, da sie zu einfach ist). Browserspiele (hab mal ein Jahr STNE gespielt) werden schnell langweilig, wenn man den Dreh raus hat, es ist immer wieder das selbe. Mns sind zumindestens potentiell komplexer und weitaus breiter angelegt.
Ganze Sätze schreiben zu können und Bürokratenformulierungen zu verstehen, ist heutzutage doch schon recht viel. Smile

Zitat:Nein.
Ach, gibt es da eine Zusatzqualifikation mit Diplom und so?

Zitat:Original von Nara
In Planspielen geht es auch nicht unbedingt um Realismus oder Komplexität (im Gegenteil oft geht es um Reduktion der Komplexität, weil man diese nicht erfassen kann).

Komplexität ist schwer vermittelbar. Darum reduziert man sie zu Lernzwecken auf ein noch überschaubares Maß, um Lerneffekte auszulösen. Reduziert man sie zu stark, kann man nichts vermitteln. Letztlich geht es bei Planspielen schon darum, Realismus und Komplexität zu vermitteln. Ich wäre nicht dafür, dass sich eine Lernform, die sich zum Ziel gesetzt hat, unrealistisches und unkomplexes (Hexenmagie wäre so etwas), als pädagogisches Konzept in unsere Schulklassen einschleicht.[/quote]
Eben, man reduziert die Komplexität zu Lernzwecken auf ein noch überschaubares Maß.
Reduziert man sie zu stark, kann man nichts vermitteln. Ich ergänze mal: reduziert man sie zu wenig, kann man auch nichts vermitteln.
Das Planspiel muß sich also bei der Reduzierung der Komplexität an die Teilnehmer anpassen. Würde man mit einem von SAGSAGA anerkannten Planspiel an Jugendliche herantreten, würde man sie wahrscheinlich überfordern. Für Personen, die zu einem nicht geringen Teil wenig lesen, keine Zeitung lesen, noch nie eine Verfassung in der Hand hatten, keine Nachrichten ansehen, noch nie eine Homepage erstellt haben, was Politik und Wirtschaft betrifft also nur eine minimale Vorbildung besitzen, dürfte die Aufgabe Aufbau und Betreiben einer Mikronation eine Aufgabe sein, die sie nicht unterfordert.

Die Mns in ihrer jetzigen Form mögen nicht alle Ansprüche an ein Planspiel zu hundert Prozent erfüllen, aber das Konzept hat das Potential zu einem langfristig angelegten gesellschaftlichen Planspiel, welches grundsätzlich auch zu pädagogischen Zwecken bei Jugendliche eingesetzt werden könnte.


Bist du in dem Bereich, daß du dich so auf den Schwanz getreten fühlst? Smile
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#46
Zitat:Original von Hermann zu Grimmberg
Sie haben immer noch nicht begriffen, wie ich diesen Terminus verwende, Madame Levin?
Doch. Falsch! Smile

Klar hab ich verstanden, daß Sie ausdrücken wollen, daß die anderen keine Ahnung haben und dies nicht wahrhaben wollen.

Es ist nur komisch, wenn gerade Sie diesen Begriff mit dieser Nebenbedeutung in den Mund nehmen.

Zitat:I.b.: Mit einigen MNs sollte sich der Verfassungsschutz mal befassen.

Sprach der Rechtsbrecher!
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#47
Ach ja, jetzt kommt die Brandt-/Pitz-Masche: Reden Sie sich nur ein, daß ich dumm wäre, irgendwann glauben Sie's selber. Überdies empfehle ich Ihnen mal sich entweder a) mit den Aufgaben des Verfassungsschutzes zu beschäftigen oder b) in puncto Rabulistik nochmal einen Aufbaukurs zu belegen, denn da hadert es offensichtlich bei Ihnen noch.
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#48
Amen.
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#49
Zitat:Original von Hermann zu Grimmberg
Der Linkstrend in Deutschland ist unverkennbar - es ist halt "en vogue", "in", modern:
Darum ist auch die NPD im Aufschwung... Rolleyes Ich würde eher sagen, dass die allgemeinen politischen Ansichten ins Extreme gehen.

Ausserdem hebst du dich (oder muss ich Sie sagen, wir sind ja zwar SimOff, aber man weiss ja nie, ob...) nicht gerade von den "sinnlos nachplappernden", "nicht reflektierenden" Sozialisten ab. Ich möchte ja nur mal das fliegende Wort (oder wars geflügelt?) "ID-Trennung" bzw. "RL- und VL-Trennung" in die Runde werfen. Nur weil man einen Marxisten spielt, ist man doch nicht gleich einer. Und wenn einer noch mit der Ideologie sympathisiert. Lass ihn doch in seinem weltfremden Glauben... Aber ich sehe keinen Grund sich darüber aufzuregen.

Ausserdem (schon wieder) herrschen in verhältnismässig sehr wenigen MNs radikale Ideologien.

...

Frau Ikea, Prost!
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#50
Zitat:Original von Flavian Bolled
Zitat:Original von Hermann zu Grimmberg
Der Linkstrend in Deutschland ist unverkennbar - es ist halt "en vogue", "in", modern:
Darum ist auch die NPD im Aufschwung... Rolleyes Ich würde eher sagen, dass die allgemeinen politischen Ansichten ins Extreme gehen.

Ausserdem hebst du dich (oder muss ich Sie sagen, wir sind ja zwar SimOff, aber man weiss ja nie, ob...) nicht gerade von den "sinnlos nachplappernden", "nicht reflektierenden" Sozialisten ab. Ich möchte ja nur mal das fliegende Wort (oder wars geflügelt?) "ID-Trennung" bzw. "RL- und VL-Trennung" in die Runde werfen. Nur weil man einen Marxisten spielt, ist man doch nicht gleich einer. Und wenn einer noch mit der Ideologie sympathisiert. Lass ihn doch in seinem weltfremden Glauben... Aber ich sehe keinen Grund sich darüber aufzuregen.

Ausserdem (schon wieder) herrschen in verhältnismässig sehr wenigen MNs radikale Ideologien.

...

Frau Ikea, Prost!

Zum ersten Punkt: Wenn man von nichts eine Ahnung hat ... naja, lassen wir das.

Zum zweiten Punkt: Es gibt hier genügend reale Marxisten, dessen bin ich mir sicher ...

Zu Fipsi: Wann werden die Peinlichkeiten jemals ein Ende haben? Und nein: das frage ich mich wirklich. Denn so viel Einfalt gepaart mit dem Bedürfnis, sich egal wann, wo und wie lächerlich zu machen habe ich wahrlich noch nicht gesehen.
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