Zitat:Original von Nr.1
Wenn du Potential so verstehst, daß man etwas daraus machen könnte, dann ja.
Mehr hab ich doch gar nicht gesagt. Wieviel man modifizieren müßte, darüber kann man streiten. Wenn es nur um die Simulation eines politischen Systems geht weniger, wenn es um eine Gesellschaftssimulation geht mehr.
Weshalb man dann dazu nicht mehr Mikronation sagen darf, obwohl der Kerngedanke der gleiche ist, erschließt sich mir nicht.
Zumal du auf die Frage, ob du in dem Bereich tätig bist, nicht geantwortest hast.
Zitat:Du sprachst von "unrealistischen Randlösungen".
Ob die Randlösung realistisch oder unrealistisch ist, weiß man doch erst nach der Untersuchung.
Und selbst wenn man es vorher wüßte, könnte eine Simulation Sinn machen, um die Effekte in Extremsituationen zu studieren. Man übertreibt dann, um zu verdeutlichen.
Zitat:Eine Handvoll Mitspieler können kein richtiges Staatsvolk simulieren. Man müßte in einem Staat wenigstens alle Schichten vertreten haben. Ich finde in den MNs z.B. keine leidende Unterschicht-IDs. Situationsparameter sind auch willkürlich gesetzt und nicht vernetzt. Wenn man den Rüstungsetat aufstockt, werden die Einbußen in anderen Ressorts grob geschätzt und wenn sie den Spielspaß trüben, wird das Problem ausgeblendet. Doppel-IDs bei politischen Wahlen sind ebenfalls ungeeignete Parameter. Es gibt zahlreiche Dinge, die geändert werden müßten, um aus den MNs hier ein pädagogisch taugliches Planspiel zu machen.
Das schieb ich mal auf deine begrenzten Erfahrungen mit MNs. Es wurden auch schon Unterschicht-IDs gespielt und ordentliche Haushalte aufgestellt bei denen kein Geld erfunden wurde, was nicht da war. Da wurden die Gehälter gekürzt, woraufhin die Gewerkschaft protestiert hat.
Richtig ist, daß die bisherigen WiSims alle recht unvollkommen waren und sind. Wenn man die WiSim hat, ergibt sich die Unterschicht von alleine.
Es werden nicht in allen Staaten Doppel-IDs zugelassen, bei Wahlen meist sowieso nicht (mir ist da kein Staat bekannt, wo ein Spieler mehrere Stimmen hätte).
Zitat:Oh doch, weil sonst steigen die Mitspieler aus. Spaß will nicht als Lachanfall verstanden werden. Sicher machen einigen komplexere WiSims und Wechselwirkungen mehr Spaß. Der Masse aber nicht und wir sprechen von den MN, wie sie von der Masse gespielt werden.
Du sprichst vielleicht davon, ich habe mich da nicht eingeschränkt, also sprich nicht für mich.
Im Gegenteil um so komplexer die Sache ist, um so mehr und um so strenger simuliert wird, um so mehr Mitspieler finden sich. Das Imperium Romanum ist nicht die größte MN, weil es so beliebig ist.
Zitat:Das sehe ich nicht so. Ich halte MNs für gering komplex. In den Browserspielen ist alles über Ursache Wirkung vernetzt. Wenn ich dort einen Fehler mache, fällt der unweigerlich auf mich zurück.
In den Browserspielen hat man einen ziemlich klar vorgegeben Rahmen, indem man eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Man muß es nur abarbeiten, daß stellt keine hohen Ansprüche.
Eine Mn ist weitaus offener, man kann sehr vieles tun, sehr vieles werden, doch man muß dazu aktiv werden. Es wird nichts vorgesetzt, was man abarbeiten muß, sondern man setzt sich die Aufgaben selbst. Das stellt eine höhere Anforderung dar.
Es geht auch nicht nur um eine Aufbausimulation (erst Produktion und dann Militär), wie in den meisten Browserspielen, sondern um die Simulation verschiedener Aspekte einer Gesellschaft, in die man sich konkret einbringen muß.
Es ist halt etwas anderes, ob man ein Seminar an einer MN-Uni gibt (und dafür auch rl-Vorbereitungen trifft) oder den Forschungsetat durch einen Klick um 5% erhöht oder ein Labor baut (das hat mit dem rL gar nichts zu tun).
Im Browserspiel erhöht man seinen Forschungsoutput, in der Mn erhalten die Studenten ihren Abschluß, können dann ihren Doktor machen, Anwalt werden usw. Es gibt auch hier Ursache und Wirkung. Das dies nicht immer strikt eingehalten wird, liegt nicht am Konzept MN.