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Aktivität der MNs und die Gründe
#61
Zitat:Original von Hermann zu Grimmberg
Und bitte, nun komme man mir nicht dem üblichen Sermon des "selbständigen Denkens" und der "kritischen Betrachtung" - jeder Marxist hält sich für unglaublich "kritisch", dabei merkt er meistens nicht, daß nur die üblichen Parolen nachplappert oder seine eigenen Parolen aus diesen deduziert. Der Linkstrend in Deutschland ist unverkennbar - es ist halt "en vogue", "in", modern: und gerade in den MNs sammelt sich der linksradikale Plebs wie sonst nur im Asta oder U-Asta.



I.b.: Mit einigen MNs sollte sich der Verfassungsschutz mal befassen.

Ersteinmal fühle ich mich als Linker nicht automatisch als Marxist.

Aber das ist eine andere Geschichte, ebenso wie die Begriffe benutzt werden ohne den Sinn zu verstehen.

Hierzu gehören zum Beispiel Kommunismus ; Terrorismus ;

Beide Begriffe werden einfach benutzt ohne den Sinn verstanden zu haben.

War Stalin Kommunist ? Eher einer der es nicht verstanden hat.

Waren die Widerstandskämpfer im sogenannten Dritten Reich Terroristen ?

Kommt auf den Standpunkt an.

Der Linkstrend ist unverkennbar ?

Liegt eventuell an dem Rechtstrend der Politischen Parteien.
Wenn die Lebensgrundlagen weggekürzt werden,aber dabei die Firmen Steuerlich entlasstet, dann werden die Bürger ein wenig unzufrieden und wählen den der Ihnen das liebgewonnene erhalten will.
Das ist derzeit der Oskar.

Mit welcher MN sollte sich den der Verfassungschutz befassen ?

Mit Ihrer ?

Links sein bedeutet noch nicht gleichzeitig Verfassungsfeidlich zu sein.

Ein Reich anzustreben ist ebenfalls Verfassungsfeidlich,und dann auch noch ein Deutsches Reich.

Eventuell ist MN doch ein Spiel in welchem der Mitspieler seine Träume ausleben kann.

Der eine Träumt davon mal Führer zu sein, der andere vom größtmöglichen Wohl des Volkes.
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#62
*meld* Wink
Zumindest dein Rüstungsetat-Beispiel kann ich entkräften, das lässt sich in der vWHO nämlch durchaus umsetzen bzw. wird demnächst umgesetzt.

Aber zurück zum ernsten Teil: Deine Reduktion von "Pädagogik" auf den Schulunterricht ist ja wohl um einiges zu kurz gegriffen. Als wäre die Schule der einzige Ort von Bildung und Erziehung. Ich würde behaupten, der Anteil, den der Unterricht an Einfluss auf den Heranwachsenden ausübt, ist marginal. Da erachte ich die soziale Komponente des Schulbesuches schon als wesentlich entscheidender. Nur wird auf die kaum Einfluss genommen. Gruppenarbeiten könnten zur Verbesserung des Klassenklimas beitragen und dadurch auch die Lernsituation verbessern, werden aber kaum durchgeführt - zum Teil auch, weil der behandelte Stoff diese Möglichkeit nicht zulässt.
MNs könnten diese Lücke durchaus ausfüllen. Man muss das Ganze ja auch nicht aufs Internet beschränkt sehen, eine MN lässt sich genauso gut als Diskussionsrunde in einem Klassenzimmer etablieren.
Natürlich geht das Ganze nicht ohne gewisse Modifikationen ab. Aber wir reden hier von einem Grundpotential und das ist, da gebe ich Nara vollkommen recht, durchaus vorhanden.

Um mit etwas Polemik abzuschließen: Als Pädagogenkind und jemandem, der sich gezwungenermaßen immer noch mit dem Thema beschäftigen muss (wenn auch nur im Rahmen der pädagogischen Psychologie, aber das ist schon schlimm genug), kann ich nur jedem raten, sich von allem, was das Prädikat "pädagogisch wertvoll" trägt, möglichst fern zu halten. Niemand hat weniger Ahnung von der Individualentwicklung von Kindern und Jugendlichen als Pädagogen.
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#63
Zitat:Original von Nr.1
Wenn du Potential so verstehst, daß man etwas daraus machen könnte, dann ja.
Mehr hab ich doch gar nicht gesagt. Wieviel man modifizieren müßte, darüber kann man streiten. Wenn es nur um die Simulation eines politischen Systems geht weniger, wenn es um eine Gesellschaftssimulation geht mehr.
Weshalb man dann dazu nicht mehr Mikronation sagen darf, obwohl der Kerngedanke der gleiche ist, erschließt sich mir nicht.
Zumal du auf die Frage, ob du in dem Bereich tätig bist, nicht geantwortest hast.

Zitat:Du sprachst von "unrealistischen Randlösungen".
Ob die Randlösung realistisch oder unrealistisch ist, weiß man doch erst nach der Untersuchung.
Und selbst wenn man es vorher wüßte, könnte eine Simulation Sinn machen, um die Effekte in Extremsituationen zu studieren. Man übertreibt dann, um zu verdeutlichen.

Zitat:Eine Handvoll Mitspieler können kein richtiges Staatsvolk simulieren. Man müßte in einem Staat wenigstens alle Schichten vertreten haben. Ich finde in den MNs z.B. keine leidende Unterschicht-IDs. Situationsparameter sind auch willkürlich gesetzt und nicht vernetzt. Wenn man den Rüstungsetat aufstockt, werden die Einbußen in anderen Ressorts grob geschätzt und wenn sie den Spielspaß trüben, wird das Problem ausgeblendet. Doppel-IDs bei politischen Wahlen sind ebenfalls ungeeignete Parameter. Es gibt zahlreiche Dinge, die geändert werden müßten, um aus den MNs hier ein pädagogisch taugliches Planspiel zu machen.
Das schieb ich mal auf deine begrenzten Erfahrungen mit MNs. Es wurden auch schon Unterschicht-IDs gespielt und ordentliche Haushalte aufgestellt bei denen kein Geld erfunden wurde, was nicht da war. Da wurden die Gehälter gekürzt, woraufhin die Gewerkschaft protestiert hat.
Richtig ist, daß die bisherigen WiSims alle recht unvollkommen waren und sind. Wenn man die WiSim hat, ergibt sich die Unterschicht von alleine.
Es werden nicht in allen Staaten Doppel-IDs zugelassen, bei Wahlen meist sowieso nicht (mir ist da kein Staat bekannt, wo ein Spieler mehrere Stimmen hätte).

Zitat:Oh doch, weil sonst steigen die Mitspieler aus. Spaß will nicht als Lachanfall verstanden werden. Sicher machen einigen komplexere WiSims und Wechselwirkungen mehr Spaß. Der Masse aber nicht und wir sprechen von den MN, wie sie von der Masse gespielt werden.
Du sprichst vielleicht davon, ich habe mich da nicht eingeschränkt, also sprich nicht für mich.

Im Gegenteil um so komplexer die Sache ist, um so mehr und um so strenger simuliert wird, um so mehr Mitspieler finden sich. Das Imperium Romanum ist nicht die größte MN, weil es so beliebig ist.

Zitat:Das sehe ich nicht so. Ich halte MNs für gering komplex. In den Browserspielen ist alles über Ursache Wirkung vernetzt. Wenn ich dort einen Fehler mache, fällt der unweigerlich auf mich zurück.

In den Browserspielen hat man einen ziemlich klar vorgegeben Rahmen, indem man eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat. Man muß es nur abarbeiten, daß stellt keine hohen Ansprüche.
Eine Mn ist weitaus offener, man kann sehr vieles tun, sehr vieles werden, doch man muß dazu aktiv werden. Es wird nichts vorgesetzt, was man abarbeiten muß, sondern man setzt sich die Aufgaben selbst. Das stellt eine höhere Anforderung dar.
Es geht auch nicht nur um eine Aufbausimulation (erst Produktion und dann Militär), wie in den meisten Browserspielen, sondern um die Simulation verschiedener Aspekte einer Gesellschaft, in die man sich konkret einbringen muß.
Es ist halt etwas anderes, ob man ein Seminar an einer MN-Uni gibt (und dafür auch rl-Vorbereitungen trifft) oder den Forschungsetat durch einen Klick um 5% erhöht oder ein Labor baut (das hat mit dem rL gar nichts zu tun).
Im Browserspiel erhöht man seinen Forschungsoutput, in der Mn erhalten die Studenten ihren Abschluß, können dann ihren Doktor machen, Anwalt werden usw. Es gibt auch hier Ursache und Wirkung. Das dies nicht immer strikt eingehalten wird, liegt nicht am Konzept MN.
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#64
Naja...linkstrend, rechtstrend...jeder muss doch selber wissen wie und was er simulieren will...Wink
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#65
Zitat:Original von Herzog von Kurland
Naja...linkstrend, rechtstrend...jeder muss doch selber wissen wie und was er simulieren will...Wink

Wieso simuliert wohl keiner die Mitte? 8)
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#66
Tut die Républica de Atraverdo doch.
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#67
Weil die Mitte keine Lieder kennt.
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#68
Wir simulieren weder Mitte noch links oder rechts, wir simulieren eine völlig fremde Kultur Tongue
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#69
Wir simulieren alles, wo ist das Problem Wink
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#70
Politik, Politik Smile
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